RayEditorialGestern habe ich mir wieder einmal die Bundestagsdebatten auf PHOENIX angetan. Das zentrale Thema, quer durch die Parteien, war Beschäftigung. Alle wollen uns beschäftigen…
…natürlich beschäftigt mich diese Unisono-Aussage.

Sie wissen schon, was Beschäftigung bedeutet, oder? Wir beschäftigen uns immer mit etwas, wenn wir damit einer wichtigen, vielleicht unangenehmen, Tätigkeit ausweichen wollen. Als Alibi können wir dann immer vorbringen, wir waren zu beschäftigt…

Übrigens, keiner der Redner hat etwas von Existenzsicherung oder Lebensqualität gesagt.  Gut. Die FDP hat "Leistungsgerechtigkeit" in den Ring geworfen. Was immer sie auch darunter verstehen mag. Da niemand aus den anderen Parteien in den Ring gestiegen ist, bleibt das offen. Naja, fast. Da „Keine Erhöhung des Spitzensteuersatzes“ und „Kein gesetzlicher Mindestlohn“ als Sekundanten am Ring stehen, kann das auch nur wieder auf Beschäftigung hinauslaufen.

Wir brauchen niemanden, der uns beschäftigen will. Wir wollen leben. Also brauchen wir eine Existenzsicherung und Zeit zum Leben. Natürlich läuft das auf ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) hinaus. Alles Andere hat nicht funktioniert. Nicht für Alle. Noch nicht einmal für mehr als zehn /fünfzehn Prozent der Bundesbürger…

Lassen wir uns nicht beschäftigen, sondern auf unser Recht auf Leben bestehen. Einfach jetzt. Ab sofort. Nachdrücklich. Jeder sollte in seinem Leben die Hauptrolle spielen. Und jeder kann das. Wenn er sich nicht beschäftigt oder beschäftigen lässt, sondern etwas tut. Für sich. Für seine Familie. Für die Nachbarn und Mitbürger.

Sie dürfen jetzt weitermachen.

Ihr

Christopher Ray

 

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