Christopher Ray  - EditorialInternationaler Frauentag. Nebenbei läuft bei mir PHOENIX mit der Direktübertragung aus dem Bundestag. Man(n) will ja wissen, ob unsere Parlamentarier (Unisex)  erwähnenswerte Fortschritte machen. Keine Angst. Sie haben nichts versäumt, wenn Sie PHOENIX nicht eingeschaltet haben. Das progressivste Resultat dieser Sitzung ist der Beschluss,  "in Entwicklungsländern die Gleichstellung der Frauen voranzutreiben".

Wobei man/frau unter Entwicklungsländern natürlich immer die anderen versteht. Und das ist nur ehrlich. Denn offensichtlich, wie in der Veranstaltung deutlich gemacht wurde, ist das Parlament nicht sehr daran interessiert, dass sich in Deutschland etwas entwickelt. Aber das wundert uns nicht. Beschäftigen wollen sie uns. Paritätisch. Also auch die Frauen.

Als unterstützende Maßnahme wollen unsere Politiker (Unisex) gerne das Ehegattensplitting abschaffen. Ehegattensplitting kennen Sie? Wenn nur ein Ehepartner in Lohnarbeit steht, dann reduziert sich die Steuerlast. Gehen beide einer Lohnarbeit nach, dann kann man dem höheren Einkommen einen günstigeren Steuersatz zuordnen.

Wird das geändert, dann steigt die Steuerlast für Ehepaare. Es bleibt Netto weniger übrig.  Folge: Der Partner muss eine Beschäftigung suchen. Wenn ihm (Unisex) das gelingen sollte, dann startet der Teufelskreis wieder: Wer beschäftigt ist, der hat wenig Zeit sich einzumischen.

Für den geneigten Zuschauer bleibt folgender Eindruck: Frauenquote sieht für unsere Parlamentarier offenbar so aus, dass künftig auch mehr Männer in die Minijobs gedrängt werden sollen, die heute der Mehrheit unserer Frauen kein auskömmliches Einkommen bieten. Paritätisch nennen wir das dann.

Da Sie, liebe Leser, sicher schon darauf warten, ein Lösungsansatz: Eine wirkliche Gleichstellung gibt es nur mit und durch das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE). Denn erst mit einer allgemeinen Grundsicherung auf Teilhabeniveau wird ehrlicher Wettbewerb möglich. Erst wenn Abhängigkeiten und Zwangsarbeit abgeschafft werden, ist für alle Menschen Raum für persönliche Entwicklung vorhanden.

Übrigens: Für mich gibt es nur eine erfolgreiche Frauenquote:
1:1 = meine Ehefrau und ich. Und die Auswahl erfolgte auch bei uns über Qualifikation, Teilhabe und Weiterbildung. Wie in jeder Partnerschaft, die dieses Prädikat verdient.

Sie dürfen jetzt weitermachen.

Ihr

Christopher Ray

 

 

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