Momo LenzEckhart Tolle erklärt in seinen Büchern gut nachvollziehbar, wie sich Egos gegenseitig füttern. Noch schlimmer - die Schmerzkörper. Jeder hat einen. Es sind die Reste verdrängter negativer Emotionen. Im Laufe der Jahre können sie zu Monstern anwachsen.

Wer solch einen großen Schmerzkörper hat, leidet darunter entsprechend stark. Seine Umwelt noch mehr.

Was tut so ein Schmerzkörper? Er braucht immer wieder mal eine Portion Futter. Die bekommt er nur von anderen Schmerzkörpern. Also weckt er andere auf und die beiden tauschen Energie aus.

Das sieht meist so aus, dass sich zwei Menschen, die sich nahestehen, anbrüllen und beschimpfen, vielleicht auch verprügeln und dergleichen mehr.

Am besten funktioniert das zwischen Familienmitgliedern oder engen Verwandten, Bekannten und Freunden. Man weiß halt, wie man den Schmerzkörper des anderen lockt.  Das Problem ist, dass man das fette Ding so nie los wird.

Das schafft man nur, indem man das SPIEL EINFACH NICHT MEHR MITSPIELT! Man steigt aus. Soll doch der andere sich anderswo umsehen. Es funktioniert.

Neulich war ich in einer solchen Situation wo ich im ersten Reflex wieder an der Decke hing, weil jemand perfekt auf meiner Klaviatur gespielt hatte. Dann habe ich entschieden: Ohne mich. Ich spiel nicht mit. Und fast augenblicklich spürte ich den inneren Frieden. Es war eine himmlische Ruhe.

Dieser Schmerzkörper funktioniert auch gesellschaftlich. Jede Gesellschaft hat ihren eigenen. Mal ist er fett und akut, wie im Fall von Israel. Mal ist er fett und halbwegs schlafend - so wie in Deutschland. Und mal ist er relativ klein und gut im Griff zu halten - so wie in der Schweiz.

Deutschland spielt allerdings gerade mit seinem Schmerzkörper. Statt das Volk weiterhin mit Brot und Spielen zu betäuben, wird es immer mehr unter Druck gesetzt. Die Einkommen reichen nicht mehr zum Leben  - und auf 3sat laufen Thementage über die britische Monarchie...

Die Menschen müssen zwei oder drei Billigjobs annehmen, um über die Runden zu kommen und werden zugleich ausgeschnüffelt. Als gäbe es da was zu schnüffeln, wenn jemand halbtot abends nach Hause kommt und ins Bett fällt. So jemand kommt ja nicht mal zum Nachdenken.

Die Parteien füllen weiterhin ihre Kästchen aus und masturbieren die ganze Zeit, was sie dann Wahlkampf nennen. Der Spiegel berichtet, Angela Merkel sei die im Internet versierteste Politikerin in Deutschland überhaupt, nur um eine Woche später auf den Kommentar der Kanzlerin eingehen zu müssen, das Internet sei "schließlich Neuland". Mir tun schon lange die Kabarettisten in diesem Land leid, die von der Realität ständig übertrumpft werden.

Was also tun? Ein Kollege hat empört dazu aufgerufen, auf die Straße zu gehen. Andere tun es ihm nach. Aber ganz ehrlich - das bringt nichts. Immer wo jemand GEGEN etwas ist, hat er keine Chance. Da ist das Spiel bereits verloren. Gegen etwas zu sein, füttert lediglich den Schmerzkörper des anderen. Das heißt, früher oder später muss man die Sache wieder ausbaden.

Nicht "Empört Euch" sollte das Gebot der Stunde heißen, sondern "Steigt aus!". Steigt endlich aus diesem Spiel aus. Spielt es nicht mehr mit. Verweigert Euch den Regeln, die Ihr nicht aufgestellt habt. Macht Euer eigenes Ding. Lauft nicht mehr in der Herde mit, sondern schaut Euch nach anderen Wegen um, bleibt stehen.

Kauft keine Zeitung mehr - egal welche.

Schaut kein Fernsehen mehr - egal welchen Sender.

Hört CDs und kein Radio.

Lest Bücher.

Unterhaltet Euch mit Euerm Nachbarn.

Behandelt Fremde, als wären sie Freunde, die Ihr noch nicht kennt.

Kauft nicht jeden Mist, der überteuert angeboten wird, nur weil er gerade so in ist.

Versucht nicht ständig wie Models auszusehen sondern beginnt, Menschen zu werden.

Seid nicht ungeduldig, wenn die Schlange an der Kasse mal länger ist. Nutzt die Gelegenheit, jemand anzulächeln.

Verweigert Sklavenmethoden im Job. Lasst Euch nicht wie Dienstboten oder Leibeigene behandeln. Macht Euer Ding gut, aber wenn der Chef auch noch Unterwürfigkeit will, gebt sie ihm nicht. Dann muss er Euch eben feuern.

Vergebt allen, von denen Ihr glaubt, Sie hätten Euch etwas angetan. Niemand kann Euch verletzen. Egal was passiert - es ist gut so. Und es soll so sein. Warum, das wisst Ihr noch nicht. Vielleicht begreift Ihr es irgendwann später, vielleicht nie. Was Ihr seht ist nur ein winziges Teilchen eines großen Puzzles.

Und ganz wichtig - achtet und respektiert Hartz-IV-Empfänger. Sie sind die wahren Aussteiger der Gesellschaft. Sie verweigern sich dem Konsumwahn und dem Hamsterrad. Zugegeben - viele unfreiwillig. Doch immer mehr tun es bewusst. Gut so!

Spielt dieses Spiel nicht mehr mit. Nutzt den Wahnsinn in diesem Land für Eure Zwecke aus. Man muss sich nicht vom Jobcenter kujonieren lassen. Ich habe als Journalistin oft genug gesehen, wie mit Menschen umgesprungen wird. Und natürlich darüber berichtet. Doch es waren immer Menschen, die das zugelassen haben. Es ist immer eine Frage dessen, was man bereit ist, mit sich machen zu lassen.

Seid geschickt. Seid listig. Seid Till Eulenspiegel. Seid Robin Hood für Euch selbst und für die, die es noch nicht so gut beherrschen. Helft Ihnen, den Irrsinn zu nutzen. Hört auf, zu jammern und zu klagen. Seid nicht mehr Opfer. Seid stolz darauf, Aussteiger zu sein. Lasst Euch nicht einreden, dass Ihr Parasiten seid. Das sind die anderen. Die, die für Hungerlöhne im Hamsterrad stecken und nicht begreifen, dass sie damit dieses Spiel am Leben erhalten. Sie sorgen dafür, dass die wahren Schmarotzer sich weiterhin in Ruhe selbst befriedigen können und damit die Gesellschaft zerstören.

Geht nicht auf die Straße. Wen juckt es, wenn Ihr Plakate hochhaltet. Wen juckt es, wenn die Polizei Euch zusammenschlägt. Gebt Ihnen kein Futter. Lasst sie in ihrem kleinen, hässlichen Spiel verhungern. Beginnt, endlich zu leben. Verlasst Opferland. Und lacht.

LeseTipp:
BGE * Alle Menschen sind gleich! Dir auch?

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Kommentare   

 
+3 #1 Sehr gut!Ashisha 2013-07-21 20:31
Diesen Beitrag teile ich gern :-)

Kann frau Faktuell abonnieren?

Viele Grüße
Ashisha
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