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Die Jagd mit bleihaltiger Munition ist im Daubaner Wald ab sofort tabu. Nach einer Übergangszeit, die Ende April abgelaufen ist, dürfen Jäger keine bleihaltige Munition mehr verwenden. Die Fläche gehört zu den Naturerbeflächen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

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Zum ersten Mal gilt das für die große Intervalljagd, die vom 6. bis 13. Mai in dem Gebiet angesetzt ist. Wer dabei sein möchte, muss auf bleifreie Munition zurückgreifen. Andernfalls handelt er sich mehr als Ärger ein. Allerdings befürchtet die DBU keine Querschläger. "Unsere Flächen sind nicht in Reviere eingeteilt, die verpachtet werden. Wir laden gezielt Jäger zum Jagen ein, wenn die zuvor beim Bundesforstamt ihr Interesse angemeldet haben", erklärt Pressesprecherin Katja Cherouny.

JaegerDie Gemeinnützige Gesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zur Sicherung des Nationalen Naturerbes (DBU Naturerbe GmbH) hat die bleifreie Jagd bundesweit auf 33 Flächen eingeführt. Damit sollen die vom Schwermetall ausgehenden Risiken für Mensch und Tier vermieden werden. „Nach einer Übergangzeit wird mit Beginn des neuen Jagdjahres auf 46.000 Hektar ausschließlich bleifrei gejagt“, so Werner Wahmhoff, Prokurist der DBU Naturerbe GmbH. Die Erfahrungen mit der Schwermetall freien Munition sind gut: „Ich konnte in den zurückliegenden beiden Jagdzeiten keinen Unterschied zwischen bleihaltiger und bleifreier Munition feststellen“, betont Otto Denstorf, der bei DBU Naturerbe GmbH zuständig für Wald- und Wildmanagement ist und seit dem vergangenen Jahr auch an einem Großversuch der Hochschule Eberswalde zum Thema teilnimmt. 

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte 2011 das zusätzliche Gesundheitsrisiko durch den Verzehr von mit Bleimunition erlegtem Wild aufgrund neuer Daten und Untersuchungen neu bewertet. Laut BfR können bleihaltige Munitionsreste in geschossenem Wild für bestimmte Verbrauchergruppen wie kleine Kinder, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch ein zusätzliches Gesundheitsrisiko sein. Ein erhöhtes Risiko bestehe auch bei Verbrauchergruppen, die wöchentlich Wild verzehrten. 

„Neben dem möglichen Gesundheitsrisiko für bestimmte Verbrauchergruppen stellen die Rückstände bleihaltiger Munition eine besondere Gefahr für aasfressende Greifvögel dar“, so Otto Denstorf. Üblicherweise werde erlegtes Wild direkt vor Ort ausgenommen und die für den Verzehr nicht verwertbaren Teile zurückgelassen. Dieser so genannte Wildaufbruch sei besonders beliebt bei Seeadlern. Wurde mit bleihaltigen Geschossen gejagt, so habe die starke Magensäure der Vögel das Blei aus den Munitionsresten gelöst und sei auf diesem Wege rasch in ihren Blutkreislauf gelangt. Die Folgen seien schwere Vergiftungen, die zu Atemnot und zentralnervösen Ausfallerscheinungen bis hin zur Erblindung der Tiere führen können. Die Seeadler würden jagdunfähig und verhungerten.

Die DBU vertritt auch sonst ein etwas anderes Konzept bei der Jagd. So darf nur nur außerhalb der Paarungs-, Brut- und Rastzeiten in der Zeit von September bis Januar gejagt werden, dafür aber zeitweilig intensiver. Mittelfristig solle auf diese Weise das Wild weniger scheu und wieder tagaktiv werden, um Beobachtungen durch Naturliebhaber zu begünstigen. 

Doch auch während der organisierten Intervalljagd in der kommenden Woche sind Waldspaziergänger im Daubaner Wald sicher unterwegs. Katja Cherouny: "Man muss keine Warnweste tragen."

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Kommentare   

 
0 #2 jagd1 2012-05-09 09:54
Auch wir verwenden seit geraumer Zeit nur noch Kupferjagdgesch osse. Ganz abgesehen von den Schäden in der Umwelt durch Blei, ist es auch ein Jammer wenn das Fleisch dadurch verunreinigt wird.
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0 #1 Antonietta 2012-05-09 09:37
- Die Jagd schadet dem Gleichgewicht der Natur
- Durch die Jagd steigt die Überpopulation der Wildscheine & andere Waldtiere immer weiter:
- Familienverbänd e werden auseinandergeri ssen, worauf die Wildschweine mit vermehrter Fortpflanzung reagieren
- Durch das Ausstreuen von Nahrung werden die Waldtiere angeregt sich noch mehr zu vermehren
- Die Bejagung des Fuchses führt zur Flucht und damit zur Ausbreitung von Tollwut
- Alle wesentlichen von der Jägerschaft genannten Gründe für die Jagd sind heute wissenschaftlic h widerlegt
- Der Jagd fallen jährlich zusätzlich ca. 400.000 Katzen und ca. 65.000 Hunde zum Opfer
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