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 Es war ein bedeutsamer Tag, nicht nur für die im italienischen Verona lebende sudetendeutsche Schriftstellerin Isa Engelmann, sondern gleichermaßen für viele Menschen guten Willen über Staats-, Religions-, und Sprachgrenzen hinweg. Mit der feierlichen Präsentation ihres Buches „Reichenberg und seine jüdischen Bürger“ im Sudetendeutschen Haus in München war es endlich gelungen, das bereits fünf Jahre zuvor in tschechischer Sprache erschienene Werk auch dem deutschsprachigen Leserkreis zugänglich zu machen. Zur Entstehungsgeschichte ein kleiner Auszug aus den Erinnerungen der heute 76jährigen Autorin:

Cover   „Wenn ich während meiner regelmäßigen Besuche in der alten Heimat müde vom Wandern war, ging ich in das Liberecer Kreisarchiv und las alte Zeitungen. Immer wieder stieß ich dabei auf Namen wie Löwy, Edelstein, Deutsch, Jerusalem, Langstein, Kohn usw.“ Schließlich habe sie die Frage nicht mehr losgelassen: „Wer waren sie?“

Die Besuche im Archiv häuften sich. Das Ergebnis war schließlich eine Datensammlung zu rund 5.500 Personen jüdischer Abstammung, die seit der Einführung einer Einwohnermeldekartei im Jahre 1886 im damaligen Reichenberg, dem heutigen Liberec, gelebt haben.

Neue Fragen tauchten auf: „Welche Rolle haben sie gespielt?“, „Was ist aus ihnen geworden?“ – alles Dinge, die zwar ausgedehntere Recherchen als bisher erforderten, die von ihrer Idee aber nahezu besessene Isa Engelmann nun nicht mehr losließ. Oftmals an ihrer Seite, nicht nur wegen der Vermeidung von Sprachschwierigkeiten, sondern auch als mit der Materie insgesamt recht vertrauter Berater, der Vorsitzende des regionalen Syntikats Tschechischer Journalisten Luboš Příhoda. Von Anfang an bestärkte er sie darin, die mühevoll gesammelten Forschungsergebnisse in Form eines Buches zu veröffentlichen. Sie nahm den Rat an, doch vorerst fand sich kein Interessent für die Herausgabe.

Ein Glücksfall, dass der 78jährige Journalist, Literat und Übersetzer Příhoda gleichzeitig Vorsitzender des „Kruh autorů Liberecka“/KAL (Kreis Reichenberger Autoren) ist. Er übersetzte das Manuskript ins Tschechische und brachte es somit unter dem Titel „Žide v Liberci, k dějinám obyvatelstva města pod Ještědem“ als echtes deutsch-tschechisch-jüdisches Gemeinschaftsprojekt heraus.

Nun also war es soweit: Mit maßgeblicher Unterstützung der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste erschien Isa Engelmanns Buch im Original als zehnter Band der Reihe „Erträge Böhmisch-Mährischer Forschungen“.

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Großen Anteil an der Herausgabe des Buches hatte auch der Präsident der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, Prof. Dr. Rudolf Fritsch. Besonders seinem persönlichen Engagement innerhalb der Sudetendeutschen Landsmannschaft, aber auch allgemein in der Öffentlichkeit ist es zu danken, dass sich schließlich die erforderlichen Partner und Sponsoren fanden.

Bei der Premiere anwesend war auch RNDr. Michal Hron, Präsident der Jüdischen Gemeinde Liberec (Reichenberg). Er hatte seinerzeit bereits das Vorwort zur tschechischen Ausgabe geschrieben und damals seine Hochachtung für das vorliegende Buch zum Ausdruck gebracht. Es sei eine großartige Sache, betonte er nun erneut. Vor der Reise nach München habe er nun noch einmal seine damaligen Worte durchgelesen, sagte er. Er glaube noch heute, darin deutlich ausgedrückt zu haben, was das Buch für ihn und die heutige Jüdische Gemeinde der Jeschkenstadt bedeutet.

„Ich finde es interessant“, fuhr er fort, „das es zuerst in tschechischer Sprache erschien und nun erst im Original. Meiner Meinung nach zeugt das davon, dass der Sinn des Buches nicht nur im Inhalt, sondern auch bei der Wahl der Adressaten zu suchen ist. Das war zunächst die tschechische Gesellschaft.“ Für sie biete das Buch Aufklärung über etwas, was ihr bisher weitgehend unbekannt war – nämlich, dass in der Vergangenheit jener Stadt, in der sie so selbstverständlich leben, die Juden untrennbarer Bestandteil waren. Für die sudetendeutsche Gesellschaft wecke es anstatt Offenbarungen aber Erinnerungen an ehemalige Mitbürger oder gar Nachbarn. Mancher werde beim Lesen feststellen, den einen oder anderen noch persönlich oder aus den Erzählungen von Mutter und Vater gekannt zu haben. Eine sentimentale Erinnerung verhindere aber schon allein das am Ende angefügte Verzeichnis der Transporte, die letztlich den Tod der hinter den Namen verborgenen Menschen bedeuteten.

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Für Isa Engelmann bedeutet die Herausgabe des Buches einen neuen Ansporn, die Menschen in weiteren früher vorwiegend von Deutschen und Juden besiedelten Städten Nordböhmens zur Auseinandersetzung mit ihrer gemeinsamen Geschichte zu bewegen. Die Juden seien Sudetendeutsche gewesen und hätten deshalb auch ein Recht darauf, ihren würdigen Platz in der Erinnerung zu finden, erklärte sie am Ende der Buchpräsentation. Man müsse ihnen unbedingt ihre Naben und damit auch ihre Würde zurück geben. Sie schloss mit den Worten: „Wer Verbrechen verschweigt, schützt die Täter. Wer die Täter schützt, macht sich zum Mittäter.“

Titel: „Reichenberg und seine jüdischen Bürger
Zur Geschichte einer einst deutschen Stadt in Böhmen“
Autor: Isa Engelmann
Herausgeber: LIT Verlag Dr. W. Hopf, Berlin mit der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, München
ISBN: 978-3-643-11737-3   

 

 

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