cannes2013bojenFotoFAKTuellPhliBerger
Bojen. Wer kennt sie nicht? Es gibt sie zuhauf, Heulbojen, Strandbojen, Sandbojen, Wasserbojen, Meerbojen, Weniger Bojen, ab und zu Bojen und dann noch die professionellen Bojen. Sie sind merkwürdig, sie machen Angst. Egal in welcher Lebenslage sie uns begegnen, sie sind doch stets eine unausgesprochene Warnung, eine unerwähnte Gefahr.

Und wenn man so mir nichts dir nichts von Wellenberg zu Wellental gleitet und die nächste Boje bedrohlich gelb und dennoch lebensfreudig im Wasser auf und ab hüpfend hinter dem nächsten Wellenberg in vielleicht noch 50 m Entfernung sichtbar wird, dann ist das komisch. Nicht nur, dass man diese merkwürdigen gelben Hüpfdinger nicht einschätzen kann (ich denke bei ihnen unweigerlich an Eisberge, bei denen auch stets nur die Spitze aus dem Wasser schaut, während die Unter-Wasser-Unit mit 6/7 der Gesamtgröße es aber meist in sich hat...), nein, sie sind von Nahem auch um einiges größer als vom Strand aus gesehen. Und das bei potentiell 1/7 der gesamten Größe...

Viel beunruhigender ist aber deren Intention. Was wollen sie sagen? Ist der Bereich zwischen ihnen und dem Strand der überwachte Bereich, aus dem man hinausschwimmt, wenn man die imaginäre Linie zwischen ihnen überwindet? Ist die Linie vielleicht weniger imaginär als gedacht, und man schwimmt vielleicht geradewegs in Netze hinein, die zwischen ihnen gespannt worden sind? Oder verlässt man möglicherweise nur den Bereich, der schiffs- und bootfrei ist und konkurriert ab sofort mit Schiffsschrauben von Tankern und U-Booten? Oder halten sich hinter dieser Linie nun auch Wale, Haie, Rochen und sonstiges Getier auf, das möglicherweise zum Schwimmdichein dazustößt? Oder doch nur unberechenbare Strömungen und schräg stehende Ankerketten von abgetriebenen Bojen, über die man möglicherweise stolpern könnte?

Nun, ich weiß es wirklich nicht genau, und als mir eben oben bezeichnetes Ding schon fast entgegenschwappte entschied ich mich gestern Abend dann doch mal dafür, Heulboje zu sein und wieder umzudrehen.

Zugegeben, ich habe sozusagen kapibojiliert. Wenn man aber nach Sonnenuntergang so weit draußen ist und dann nicht einmal in Begleitung, dann redet man sich das lieber mit einem Ansporn zum erneuten Rausschwimmen (z.B. bei Sonnenlicht?) schön.

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