"Gott würfelt scheinbar doch." Mit diesem Satz erntet Dr. Andreas Lohr etliche Lacher im Tagungssaal des Hauses Oberlausitz in Taubenheim. Doch witzig ist es nicht gemeint, was der promovierte Physiker da soeben gesagt hat. Es ist eine Antwort auf Einsteins Zweifel genau an diesem Fakt.
Dr.Andreas Lohr  - Kongress Taubenheim 09032012FAKTuellFoto
Dr. Andreas Lohr* Experimentalphysiker


Einstein, Niels Bohr, Heisenberg - Andreas Lohr lässt die "großen Naturforscher" zu Wort kommen, wie er sie bezeichnet. Da ist vor allem Einstein, der mit der Quantenphysik nichts anfangen konnte und sie als "Spukhafte Fernwirkung" bezeichnete. Er tat das Phänomen, das er selbst entdeckt hatte, mit den Worten: "Gott würfelt nicht" ab.

Was hatte er entdeckt? Lichtteilchen können miteinander in Wechselwirkung treten, sogar wenn sie Lichtjahre voneinander entfernt sind. Wie die Information von einem Teilchen zum anderen gelangt, das ist nicht klar. Fakt ist: Was Einstein entdeckt hatte und was ihm mehr als nur Bauchschmerzen bereitete, haben europäische Forscher inzwischen nachgewiesen.

Sie haben Elektronen voneinander getrennt, die durch quantenmechanische Effekte miteinander verbunden sind. Trotz der räumlichen Trennung blieb die physikalische Verbindung beider Teilchen erhalten. Oder anders ausgedrückt: Zwei miteinander verschränkte Teilchen formen stets ein einheitliches System, unabhängig davon, wie weit sie voneinander entfernt sind. Würde man den Zustand des einen Teilchens messen, so stünde augenblicklich auch der Zustand seines Partners fest. Diesen Effekt nennt man auch quantenmechanische Verschränkung.

Für Andreas Lohr ist das so etwas wie Allgemeinwissen. Er hat mit einem quantenmechanischen Thema promoviert. Für einige Gäste des 6. Kongresses für Theomedizin, den Viktor Philippi organisiert hat, ist es eher artfremd. Sie beschäftigt vor allem das Thema Gesundheit. Gesund wollen sie werden oder bleiben. Dass die Quantenphysik dabei eine Rolle spielen könnte, ist eine Vermutung, die nicht nur Andreas Lohr hat. Eine, die ihm unterm Strich aber auch irgendwie egal ist.

Denn der Physiker, der sich zum Biosens hat ausbilden lassen, ist "vom theoretischen Physiker zum Experimentalphysiker" geworden. "Ich versuche nicht, theoretisch zu erklären, was da passiert", sagt er. "Ich habe das Gefühl, dass wir noch ziemlich weit entfernt sind von einer Erklärung." Er will den Effekt vor allem nutzen. In der Art, wie es sein Lehrer Viktor Philippi seit Jahren tut. Hand auflegen, Energie fließen lassen, Blockaden und damit Krankheiten nehmen. Das ist die vereinfachte Kurzfassung.

Für viele ist das aber ebenso unvorstellbar wie für Einstein. Die Methode stößt - obwohl sie wirkt - auf viel Skepsis. Zu Unrecht, wie Lohr meint. "Das hat rein gar nichts mit Esoterik zu tun", stellt er klar. "Das ist alles bereits bewiesene Physik." Doch auch das andere Extrem zieht Lohr in Zweifel.

Das Motto "Wünsch Dir was vom Universum" weil man ja nur die Information loslassen muss und schon das System entsprechend beeinflusst, funktioniert demnach nicht 100prozentig. "Was ist denn wenn ich mir einen Lottogewinn wünsche? Meist gehen damit negative Gedanken einher. Den ungeliebten Job loswerden, Nachbarn neidisch machen oder ähnliches. Und wenn diese Gedanken auftauchen - was wünsche ich mir dann wirklich? Welche Information geht da raus?"


Wenn Wünsche wahr werden sollen - so seine Theorie - müssen sie auf Liebe basieren. Und damit tief aus der Seele kommen. Eine Erkenntnis, die er nicht zuletzt Viktor Philippi verdankt, der seine Methode der Bioenergetischen Meditation auf den drei Säulen Dankbarkeit, Vergebung und Annahme aufbaut. "Die Seele steht somit an erster Stelle", sagt Lohr, der Physiker, und verweist auf den "großen Naturforscher Viktor Philippi".

Und für alle, die immer noch glauben, Philippis Methode, Menschen von Krankheiten zu befreien, sei suspekt, hat der Physiker einen Spruch von Niels Bohr zur Hand. Der hatte nämlich irgendwann genervt gemeint, Einstein solle endlich aufhören, Gott Vorschriften machen zu wollen.

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Hintergrund: Viktor-Philippi.de

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