BGH - Lehman Brothers Zertifikate 

Der Bundesgerichtshof (BGH-Urteile vom 12.4.2011 - XI ZR 85/10 / XI ZR 294/10) hat die in der Pressemitteilung Nr. 22/2011 für den 12. 4. 2011 angekündigten Verhandlungstermine zum Erwerb von "Lehman-Brothers-Zertifikaten" (XI ZR 85/10 und XI ZR 294/10) aufgehoben, weil das beklagte Kreditinstitut in beiden Verfahren seine Revision zurückgenommen hat.

Damit sind die Berufungsurteile des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main, worin das beklagte Kreditinstitut zum Schadensersatz verurteilt wurde, rechtskräftig.

In beiden Sachen hatte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main eine Pflichtverletzung des beklagten Kreditinstituts zwar insoweit verneint, als dieses die jeweiligen Kunden nicht auf eine denkbare Insolvenz der Emittentin (Lehman Brothers Treasury Co. B.V.) oder Garantiegeberin (Lehman Brothers Holdings Inc.) hingewiesen hat, weil im Hinblick auf die positiven Ratingnoten keine Bedenken an deren Zahlungsfähigkeit habe aufkommen müssen. Einen Fehler des beklagten Kreditinstituts hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main aber darin gesehen, dass sie in den jeweiligen Beratungsgesprächen ihren Kunden die Risikostruktur der empfohlenen Zertifikate - "TwinWin-Zertifikat 8/2007" und "DAX-Kupon-Zertifikat 3/2008" - nicht vollumfänglich beschrieben hat.

Näheres unter www.lehman-zertifikat.de

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