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Im Test: E-Zigarette

1RechtSoLogo Es war am späten Nachmittag des 28. März vergangenen Jahres, als die 78jährige Frau A. einen ziemlich lauten Knall vor ihrem Haus in der Altlöbauer Siedlung hörte. Sie eilte zum Fenster und sah einen jungen Mann. Dieser hatte offenbar die große gelbe Abfalltonne auf Rädern heftig gegen die Eingangstür des Hauses geschoben, sodass eine Scheibe zu Bruch ging und weitere Beschädigungen entstanden.

In dem Randalierer will sie den 31jährigen Dawid M. erkannt haben, der mitunter dort bei Kumpels verkehrte. Der wäre sicher wieder Mal betrunken gewesen, sagte sie. Nun hatte sich der vermeintliche Täter wegen dieser Sachbeschädigung vor dem Löbauer Amtsgericht zu verantworten.

Tatsächlich räumte er ein, am bewussten Nachmittag in der Siedlung gewesen zu sein. Er habe mit den Brüdern S. und L. auf der Bank gesessen und den Feierabend genossen. Betrunken sei er nicht gewesen, denn er lebe seit drei Jahren abstinent. Alkohol und Drogen – das sei Geschichte.

Sie lasse sich doch nichts einreden, beharrte die betagte Zeugin aufgebracht. Was sie gesehen habe, das habe sie gesehen. Ob es denn nach 18 Uhr nicht schon recht dämmrig war, wollte Richter Dr. Maaß, der Vorsitzende, von ihr wissen. Sie nickte zwar, blieb aber bei ihrer Aussage. Den Angeklagten habe sie erkannt, weil er Jeans trug. Nun, diese Feststellung hatte wohl keinerlei oder nur wenig Einfluss auf die Beweisaufnahme.

 

Die beiden Brüder sagten aus, dass Dawid M. zwischendurch die Runde verlassen hatte und mit dem Auto weggefahren war, um noch etwas zu erledigen. Als sie den Knall hörten, gingen sie hin, um nachzuschauen. Da habe die umgekippte Tonne bereits an der kaputten Tür gelegen, versicherten sie. Einen Täter sahen sie nicht, dafür die alte Frau am Fenster, die sie beobachtete. Sie gingen nun angeblich wieder zu ihrer Bank. Ein wenig später kam David M. ebenfalls zurück. Neben ihrem Nachbarn Klaus G., der aber aussagte, nichts mitbekommen zu haben, benannte Rico L. schließlich einen weiteren in Frage kommenden Zeugen. So erging im allseitigen Einverständnis der Beschluss, die Hauptverhandlung vorerst zu unterbrechen, um diesen ebenfalls zu hören.

Dabei handelte es sich um den 55jährigen, etwa 50 Meter vom Tatort entfernt wohnenden Siegfried H. Er gab zu Beginn des zweiten Verhandlungstages seine Beobachtungen von jenem Abend zu Protokoll und erhärtete damit den Tatvorwurf. Dabei stimmten seine Aussagen im Wesentlichen mit denen einer früheren Zeugin, die sogar im betreffenden Haus wohnt, überein. Er berichtete nämlich, dass er die jungen Männer alle drei am Haus der Frau A. gesehen habe. Sie hätten sich laut nach deren Sohn erkundigt. Als sie zur Antwort bekamen, sie sollten abhauen, griff sich der Angeklagte den Müllkübel. Er sei sich völlig sicher, was den Täter anbelangt, bekräftigte H.

Zwar erschien im Auszug aus dem Bundeszentralregister für Dawid M. aktuell nur noch eine Verurteilung wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz aus dem Jahre 2010, aber Dr. Maaß kam nicht umhin, zu erwähnen, dass der Angeklagte seit seiner Jugend bereits häufig mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sei. Diese Latte von Vorstrafen, darunter auch einige, die er im Gefängnis verbüßte, war aber verjährt und so bereits aus den Annalen getilgt.

Auf die Übereinstimmung der beiden Belastungszeugen in ihren unabhängigen voneinander gemachten Aussagen bezog sich auch der Staatsanwalt. Er ziehe deren Glaubwürdigkeit nicht in Zweifel, erklärte er. Deshalb halte er eine Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu je 35 Euro für angemessen. Erwartungsgemäß beurteilte der Verteidiger die maßgeblichen Zeugenaussagen etwas anders. Er sah auch keine Übereinstimmung, sondern sogar erhebliche Widersprüche. Er beantragte daher, seinen Mandanten freizusprechen. Von der Schuld des Angeklagten überzeugt zeigte sich letztlich auch das Gericht. Allerdings ging der Vorsitzende im Hinblick auf die inzwischen vergangene Zeit im Strafmaß etwas zurück. Das Urteil für Dawid M. lautete schließlich: Geldstrafe von 60 Tagessätzen á 30 Euro.

 

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