1RechtSoLogoWegen Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischer Schriften musste sich unlängst ein 39-jähriger Löbauer an der hiesigen Zweigstelle des Kreisgerichts Zittau verantworten. Zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt wurden bei einer Hausdurchsuchung auf seinem Laptop 16 Ordner mit weit rund 13 000 Dateien solchen Inhalts festgestellt.

 

Dabei handelte es sich sowohl um Fotos minderjähriger Jungen als auch Mädchen, die hier obszöne bzw. sexuelle Handlungen gegenseitig oder mit Erwachsenen ausführten. Außerdem gehörten dazu auch noch eigene Videos, die er in seiner Wohnung und auf dem Spielplatz unweit des Hauses aufgenommen hatte.

Bereits während des Ermittlungsverfahrens hatte der Angeklagte in umfassendes Geständnis abgelegt. Auch nun während der Hauptverhandlung räumte er seine Schuld ein. Dabei betonte er, dass er nie ein Kind oder einen Minderjährigen tätlich belästigt habe. Er habe einfach einen Hang zu solchen Dingen verspürt. Vielleicht komme das daher, dass er aus biologischen Gründen nie eigene Kinder zeugen könne.

Für den Staatsanwalt war der Straftatbestand aufgrund des freimütigen Geständnisses klar.Zum einen müsse man berücksichtigen, dass der Angeklagte bisher nie strafrechtlich in Erscheinung getreten ist. Andererseits spreche die unglaubliche, angeblich aus reiner Sammelwut auf dem PC abgespeicherten Dateien eindeutig gegen ihn. Da komme eine Geldstrafe wohl nicht mehr in Frage. Deshalb beantragte er eine Freiheitsstrafe von acht Monaten, ausgesetzt zur Bewährung auf drei Jahre. Dem schloss sich das Gericht unter Vorsitz von Holger Maaß an. Außerdem wird sich eine Bewährungshelferin um ihn kümmern.

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