*  Herdenschutz im Fokus -
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Seit Anfang 2012 erforscht eine Projektgruppe des Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverbandes e.V. im Auftrag des Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) die Verbesserung und Weiterentwicklung von Herdenschutzmaßnahmen gegen Wolfsübergriffe. Ziel des Projektes ist es, den Herdenschutz in Sachsen noch effektiver zu gestalten. Dabei werden verschiedene Zaunmaterialen und Zäunungsvarianten in Zusammenarbeit mit einem namenhaften Zaunhersteller erprobt.

Das Projekt wird in Abstimmung mit dem Sächsischen Wolfsmanagement durchgeführt und läuft voraussichtlich bis April 2013. Im Rahmen des Projektes werden unter anderem verschiedenen Zauntypen in sechs Schäfereien und zusätzlich im Wolfsgehege Moritzburg erprobt. Neben der Schutzwirkung gegen den Wolf wird auch die Praxistauglichkeit unter unterschiedlichen Witterungs-, Gelände- und Bewuchsverhältnissen und der Arbeitsaufwand für das Aufstellen der Zaunvarianten bewertet. Zudem werden im Rahmen des Projektes Informationen und Erfahrungen zu Züchtung, Einsatz und Umgang mit Herdenschutzhunden aus Sachsen aber auch aus dem europäischen Ausland zusammengetragen. Die so ermittelten Daten und Erfahrungen sollen nach Abschluß des Projektes in Form eines Leitfadens interessierten Schaf-  und Ziegenhaltern zur Verfügung gestellt werden.

*  100jähriges Bildungsjubiläum -
Mit einer Festwoche feiert das "Berufliche Schulzentrum Christoph Lüders" in Görlitz 100 Jahre Bildung am Standort Carl-von-Ossietzky-Straße. Ein Höhepunkt dieser Woche ist das Festkonzert am 21. März, 18 Uhr, in der Aula mit dem Jugendblasorchester. Das Konzert ist kostenfrei. Karten können telefonisch unter Tel. 03581 48520-43 bestellt und bis 17.45 Uhr an der Abendkasse abgeholt werden. Am Sonnabend, dem 23. März sind alle Interessierten von 9:30 bis 12 Uhr herzlich eingeladen, das "Offene Schulhaus" im Altbau der Einrichtung zu besuchen.

*  Erfolg für Musikschüler -
Mehrere Preise haben Musikschüler der Kreismusikschule Dreiländereck beim 22. Landeswettbewerb "Jugend musiziert" in Dresden geholt. Maximilian Krohe aus Obercunnersdorf und Gustav Zahn aus Großschweidnitz gewannen mit ihrem Akkordeon in ihren Altersgruppen und holten den ersten Preis. Im Duo waren Klara Große aus Ebersbach und Emily Güntzel aus Herwigsdorf erfolgreich, ebenso Charlotte Haupt und Annkatrin Salewski.

*  Ausbau der Westbahnstraße -
Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Westbahnstraße in Spremberg werden ab 3. 4. die Arbeiten vor Ort beginnen. Eine diesbezügliche Anliegerinformation findet am 26. 3. ab 17:00 Uhr im Ratssaal des Bürgerhauses statt. Die Westbahnstraße erhält nach umfangreichen Abstimmungen einen grundhaften Ausbau mit einer Asphalttrag- und -deckschicht und beidseitig einen gepflasterten Gehweg. Am nördlichen Fahrbahnrand wird ein 2 m breiter Parkstreifen entstehen. Die vorhandene Straßenbeleuchtung wird vervollständigt. Die Bauarbeiten erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes und der Städtische Werken Spremberg (Lausitz) GmbH, die in verschiedenen Bereichen Medien neu verlegen und alte Netze austauschen. Die Gesamtbauzeit wird nach derzeitigem Kenntnisstand rund zwölf Wochen dauern.

*  Torhüter des Jahres bleibt in Weißwasser -
Jonathan Boutin verlängert für weitere zwei Jahre bei den Füchsen Weißwasser. Rechtzeitig vor Beginn der Playoffs haben die Füchse eine der wohl wichtigsten Personalentscheidungen fix gemacht. Jonathan Boutin hat seinen Vertrag in Weißwasser um weitere zwei Jahre verlängert. Der 27-Jährige kam 2009 in die Lausitz. Nach einem Jahr in Norwegen kehrte er im Sommer 2011 zu den Füchsen zurück.
Boutin wurde in dieser Woche von einem Expertengremium der EishockeyNEWS als "Torwart des Jahres" ausgezeichnet. Diese Ehrung erhält er nach 2010 und 2012 bereits zum dritten Mal.
"Ich fühle mich hier einfach wohl. Ich mag die Stadt. Ich mag unsere Fans. Und nicht zuletzt auch wegen meiner Freundin, wollte ich gern in Weißwasser bleiben. Außerdem bekommen wir eine neue Arena, in der ich unbedingt spielen will. All das hat es mir leicht gemacht, mindestens zwei weitere Jahre in Weißwasser zu bleiben", sagt Jonathan Boutin.
"Wir haben natürlich gewusst, dass auch andere Teams Boots gern verpflichtet hätten. Aber es war schön zu sehen, dass es bei unseren Gesprächen nicht ausschließlich um das Geld ging. Er fühlt sich hier einfach wohl. Und was mich ganz besonders freut, ist die Tatsache, dass Jonathan gern zwei Jahre in Weißwasser bleiben wollte. Wir wären schon glücklich über eine Saison gewesen, aber er wollte unbedingt bis 2015 hier spielen. Das ist eine große Wertschätzung gegenüber unserer Stadt, unserem Team und unserer Klubführung", freut sich Teammanager Ralf Hantschke.

*  Überfall in Niesky -
Zwei Männer haben in Niesky (Landkreis Görlitz) eine Tankstelle überfallen. Dabei wurde eine Angestellte leicht verletzt. Die Männer täuschten zunächst vor, etwas kaufen zu wollen. Wenig später drückten dsie die Kassierein gegen einen Schrank  und nahmen Bargeld in dreistelliger Höhe aus der Kasse. Anschließend flüchteten sie zu Fuß.

*  Einfamilienhaus niedergebrannt -
In der Zumpestraße in Oppach ist gestern ein Einfamilienhaus abgebrannt. Die 68jährige Hausbesitzerin bemerkte ein im Haus ausgebrochenes Feuer, lief ins Freie und informierte Polizei und Feuerwehr. Die zum Einsatz gekommenen 54 Kameraden der Wehren Oppach, Taubenheim, Neusalza-Spremberg und Beiersdorf konnten das Haus jedoch nicht mehr retten. Es brannte nahezu vollständig ab. Gegenwärtig untersuchen Spezialisten der Kriminalpolizei den Brandort auf Hinweise zur Brandursache. Allerdings geht die Polizei davon aus, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde. Ein 61jähriger Mann ist dabei ins Visier der Ermittler geraten. Er war kurz vor dem Brand zuletzt gesehen worden, ist jetzt untergetaucht. Nach ihm wird nun gesucht. Zur Höhe des Schadens am Haus können gegenwärtig noch keine Aussagen getroffen werden.

*  Alte Auto-Kennzeichen -
Ab sofort können auch die Autofahrer im Landkreis Spree-Neiße die Altkennzeichen FOR für Forst (Lausitz), GUB für Guben und SPB für Spremberg auf ihren Nummernschildern prägen lassen. Zusätzliche Kosten entstehen hierfür nicht. Dem Antrag des Landkreises Spree-Neiße auf Neuvergabe hinsichtlich der Kraftfahrzeug-Altkennzeichen FOR, GUB, SPB war zuvor durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ausnahmslos stattgegeben worden.

*  Neue Organisationsstruktur -
Der Bautzener Dezernent Mathias Bielich, aktuell Leiter des Dezernates 1, leitet künftig das Jobcenter. Er folgt damit Dezernent Michael Pilz nach dessen Renteneintritt. Das bisherige Dezernat 1 wird aufgelöst. Die zugeordneten Ämter Innerer Service, Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt sowie Bodenordnung, Vermessung und Geoinformation werden innerhalb der Organisationsstruktur verteilt.

*  Birgit Weber wird neue Beigeordnete -
Birgit Weber folgte damit dem verstorbenen, langjährigen Beigeordneten, Dr. Wolfram Leunert. Sie tritt das Amt am 1. Mai an. Zu ihrem Verantwortungsbereich gehören das Kreisentwicklungsamt, das Umweltamt, das Abfallwirtschaftsamt, das Kreisforstamt und ab dem 1.10. auch das Amt für Bodenordnung, Vermessung und Geoinformation. Die 47 jährige Bauingenieurin war seit 1995 für den Freistaat Sachsen, später für die Landesdirektion Dresden in den Bereichen Verkehr, Straßenbau, Raumordnung sowie Bau- und Woh-nungswesen zuständig. Nach der August-Flut 2010 organisierte sie den Wiederaufbau im Landkreis Görlitz. Als Generalmanagerin managte sie 2012 die Leichtathletik-EM der Senioren in Zittau.  Die Reihenfolge der allgemeinen Stellvertretung des Landrates wurde neu festgelegt. Erster Stellvertreter ist künftig der Beigeordnete Steffen Domschke. Birgit Weber wird zweite Stellvertreterin des Landrates.

*  Kreishaushalt beschlossen -
Der Haushalt für den Kreis Bautzen ist beschlossen. Er hat ein Gesamtvolumen von 450 Millionen Euro. Davon entfallen 91 Millionen auf Personalkosten, 66 Mio werden für (Jugend- und Sozialhilfe ausgegeben, 55 Millionen sind für Kosten der Unterkunft für SGB II-Empfänger verplant. Investitionen in den Bereichen Hoch- und Tiefbau sind mit 22 Mio. Euro veranschlagt. Große Vorhaben sind dabei unter anderem die Kreisstraßen  (8,5 Mio. Euro pro Jahr), die Sporthalle Großröhrsdorf  (6,4 Mio. Euro), die Sporthalle Ottendorf-Okrilla (ca. 4,6 Mio. Euro) und die Fertigstellung des Gymnasiums Bischofswerda (ca. 11,4 Mio. Euro).
Besonders diskutiert wurde der Neubau des Beruflichen Schulzentrums Wirtschaft und Technik in Bautzen. Die geplanten investiven Mittel i.H.v. 24 Mio. EUR wurden durch den Kreistag vorläufig gesperrt. Die Verwaltung erhielt folgenden Arbeitsauftrag: Begründung der Investition inkl. Profil und Auslastung aller im Landkreis vorhandenen Berufschulzentren. Und Abstimmung mit den Nachbarlandkreisen Görlitz und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie der Landeshauptstadt Dresden.
Die Personalkosten steigen gegenüber 2012 um rund vier Prozent. Gründe dafür sind u.a. die Steigerungen des letzten Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst, die zusätzliche Einstellung von Personal für die Bewilligungen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes sowie für die Be-arbeitung steigender Fallzahlen in der Jugendhilfe. Weiterhin konnte eine Wiederbesetzung von Altersteilzeitstellen nicht in allen Fällen vermieden werden.
Einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen Die Linke, SPD/ die Grünen, FDP und CDU stimmten die Kreisräte mehrheitlich zu. Folgende Forderungen wurden damit als Änderungen aufgenommen: Einsparung von Personalkosten in Höhe von 500.000 Euro, zusätzliche Ausgabe von 70.000 Euro für die Jugendarbeit, zusätzliche Ausgabe von 250.000 Euro für den Bau von Kreisstraßen.
Alle Einnahmeverbesserungen und Minderausgaben aufgrund der Landtagsbeschlüsse vom Dezember 2012 sind zur Senkung der Kreisumlage einzusetzen. Damit beträgt die Kreisumlage für das Jahr 2013 31,6 Prozent. Der Landkreis Bautzen befindet sich dabei etwas unter dem Durchschnitt des Freistaates Sachsen.

*  Fehlbetrag im Kreis -
Der Landkreis Bautzen schließt das Jahr 2012 mit einem Fehlbetrag ab. Das Jahresergebnis 2012 des Landkreises Bautzen weist ein Defizit von ca. sechs Mio. Euro aus. Der Haushaltsausgleich konnte nur durch eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage erreicht werden. Die Gründe für das Defizit sind vielfältig, u. a. die Steigerungen im Sozialhaushalt, die Jugendhilfeausgaben, die höheren ÖPNV-Zuschüsse und vor allem die Absenkung der Zuweisungen durch den Bund und den Freistaat Sachsen.
Das Defizit war bereits zum Halbjahr 2012 absehbar. Im Einvernehmen mit dem Kreistag wurde damals auf einen Nachtragshaushalt verzichtet. Der Landkreis wird 2013 4,5 Mio. Euro Kredit aufnehmen. Abzüglich der Tilgung von Verbindlichkeiten in Höhe von 3,7 Mio. beträgt die Nettoneuverschuldung rund 800.000 Euro.

*  Neu berufen -
Hannes Köhler wird Beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderung im Landkreis Bautzen. Die Bestellung erfolgte auf Grundlage der im Dezember-Kreistag geänderten Hauptsatzung. Damals wurde entschieden, an Stelle des vorher ehrenamtlich arbeitenden Behindertenbeirates einen hauptamtlichen Behindertenbeauftragten zu bestellen. Hannes Köhler ist als Sozialplaner im Landratsamt tätig und übernimmt diese Funktion zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben.

*  Neue Satzung -
Eine neue Satzung über die Fraktionsfinanzierung ab 1. April 2013 im Kreis Bautzen ist jetzt beschlossen. Danach erhalten die Fraktionen des Kreistages für ihre Arbeit eine jährliche Entschädigung von 1.200 Euro je Fraktionsmitglied bis zum 20. Mitglied sowie einen Betrag von 300 Euro je Frakti-onsmitglied ab dem 21. Mitglied. Grund für diese Änderung ist eine Klage der Kreistagsfraktion SPD/Die Grünen gegen die Fraktionsfinanzierung. Das Verfahren wurde zunächst ruhend gestellt und nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht. Mit der vorliegenden Satzung wird dieses Einvernehmen hergestellt, so dass der Rechtsstreit beigelegt werden kann. Die Fraktionen des Kreistages Bautzen erhalten damit jährlich insgesamt rund 95.000 Euro, d. h. künftig rund 50 Prozent mehr als bisher.

*  Außertarifliche Zulagen für Fachärzte im Gesundheitsamt -
Mit Beschluss des Kreistages Bautzen wird die Verwaltung ermächtigt, insbesondere jungen Ärzten eine Facharztzulage zu zahlen. Damit ist die Hoffnung verbunden, einen finanziellen Anreiz für die Anstellung im öffentlichen Gesundheitsdienst zu schaffen. Im Vergleich zur Anstellung in den Krankenhäusern bestehen gravierende Vergütungsunterschiede, so dass im Gesundheitsamt Facharztstellen unbesetzt sind.

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