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Bei der Sanierung von Denkmalen sind Fragen der Fördermöglichkeiten und der Inanspruchnahme günstiger Kredite unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Erfordernisse und denkmalschutzrechtlicher Auflagen für jeden Bauherren von großer Bedeutung. Seit 2012 gibt es ein neues Förderprogramm der KfW Bankengruppe, über das die Denkmalbehörde Görlitz informieren möchte.

Die KfW-Bankengruppe hat 2012 das Förderprogramm KfW-Effizienzhaus Denkmal aufgelegt. Mit diesem Programm ist es den Bauherren möglich, die Finanzierung ihres Denkmals über einen KfW-Kredit zu realisieren und dabei die denkmalpflegerischen Erfordernisse und die daraus resultierenden denkmalschutzrechtlichen Auflagen einzuhalten und zu erfüllen.
Gefördert werden in diesem Programm Baudenkmale und Gebäude, die als besonders erhaltenswerte Bausubstanz eingestuft wurden. Es wird den Bauherren angeraten, sich bei der Denkmalbehörde bzw. der Stadt frühzeitig zu informieren, ob es sich bei dem Gebäude um ein Denkmal nach dem Denkmalschutzgesetz handelt, oder ob es als sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz eingestuft wird (Festlegung der Kommune) und sich den erforderlichen Nachweis einzuholen, der für die Beantragung in jedem Fall erforderlich ist.
Sowohl die Komplettsanierung zum "KfW-Effizienzhaus Denkmal" als auch Einzelmaßnahmen können gefördert werden. Beim Standard KfW-Effizienzhaus Denkmal darf der Jahres-Primärenergiebedarf (Qp) 160 Prozent des errechneten Wertes für das entsprechende Referenzgebäude (Qp REF) betragen. Für den Transmissionswärmeverlust bestehen keine festen Vorgaben.
Durch einen Sachverständigen ist nachzuweisen, dass alle mit den Auflagen des Denkmalamtes zu vereinbarenden Maßnahmen zur Reduzierung des Transmissionswärmeverlustes durchgeführt wurden.
Sind die Auflagen des Denkmalamtes so umfangreich, dass auch der Zielwert Qp von 160 Prozent nicht erreicht werden kann, ist eine Förderung trotzdem möglich, wenn nachgewiesen wird, dass alle möglichen technischen Maßnahmen zu energetischen Sanierungen durchgeführt wurden. Dazu zählen auch Maßnahmen an Fenstern und Türen, Geschossdecken, Einsatz von Wärmepumpen, kombinierte energetische Maßnahmen usw.
Für die Planung der energetischen Maßnahmen am Denkmal und die notwendigen Berechnungen ist unabhängig vom erreichten KfW-Effizienzhaus-Niveau ein eigens dafür qualifizierter "Energieberater für Baudenkmale" zu beauftragen. Diese Spezialisten finden die Bauherren in der Expertenliste unter www.energieberater-denkmal.de.
Bei Einzelmaßnahmen, wie z. B. Wärmedämmung der Außenwände und Erneuerung der Fenster gelten spezielle technische Mindestanforderungen, die die Belange des Denkmalschutzes berücksichtigen. So kann z. B. statt einer Außenwanddämmung eine Innenwanddämmung gefördert werden, vorausgesetzt der Sachverständige bestätigt die Notwendigkeit einer Dämmung.

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