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Nach vierjähriger Sanierung ist das das Gebäude G II der Hochschule Zittau/Görlitz fertig. Für die Sanierung des Gebäudekomplexes stellte der Freistaat Sachsen rund 5,7 Millionen Euro zur Verfügung. Nach der Sanierung des Gebäudes stehen den Fachgebieten Informatik und Kommunikationspsychologie, sowie Teilen der Hochschulverwaltung heute moderne Studien- und Arbeitsbedingungen zur Verfügung. In den vergangenen Jahren liefen bereits Baumaßnahmen an der äußeren Hülle des Lehrgebäudes.

Allgemein war der bautechnische Zustand jedoch so schlecht, dass eine umfassende Sanierung des Gebäudekomplexes notwendig wurde. Umfangreiche Investitionen flossen in die brandschutztechnische Ertüchtigung und die technischen Anlagen, die jetzt auf dem neuesten Stand sind. Auch gelangt der Besucher heute barrierefrei ins Gebäude. Die im Gebäudekomplex vorhandenen wertvollen historischen Außen- und Innentüren wurden aufgearbeitet. Als neue Türen wurden im Gegensatz dazu Vollspantürelemente mit einer farblich abgestimmten gebeizten Echtholzfurnieroberfläche vorgesehen. In den Treppenhäusern des Hinterhauses gibt es Fenster mit farbigen historischen Ornamentgläsern. Durch die in München ansässige Firma Gustav van Treeck Bayerische Hofglasmalerei erfolgte die Überarbeitung und Erneuerung der Glasteile nach den historischen Originalentwürfen von Gustav van Treeck junior. Bauzeitliche Unterschiede der beiden Gebäudeteile spiegeln sich bei der Materialwahl im Fußboden wieder und wurden bewusst so übernommen. Der im Hinterhaus eingebaute Fußbodenbelag aus Terrazzo wurde gesäubert und punktuell ausgebessert. Für die Bodengestaltung der Flure im Vorderhaus wurden die im Treppenhaus vorhandenen schwarzen und weißen Fliesen als Motiv wieder aufgenommen und in Bändern oder als Schachbrettmuster verlegt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Maßnahme war die Erneuerung der gesamten Gebäudetechnik. Unter anderem wurde für die Hörsäle eine zentrale Teilklima- und Lüftungsanlage mit einer hochwirksamen zweistufigen Wärmerückgewinnungseinheit installiert. Die zugfreie Einbringung der Zuluft in die Hörsäle wird über Druckböden und Stufenauslässe unter jedem Sitz mit einer "Quelllüftung" realisiert. Die Abluft wird über eine sogenannte "Schattenfuge" und verdeckt im Deckenhohlraum installierte Lüftungsgitter abgesaugt.
Der historische Bau besteht aus zwei Gebäudeteilen, die sowohl im Erd- als auch im ersten Obergeschoss durch einen Übergang miteinander verbunden sind. Der nordöstliche Gebäudeteil wurde von 1905 bis 1907 als Gebäude der "Rothenburger Versicherungsanstalt a.G." erbaut und 1913/1914 durch einen südöstlichen Gebäudeteil ergänzt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und wird seit Mitte des 20. Jahrhunderts als Lehrgebäude genutzt.

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