*  Verkehrsgutachten steht auf Tagesordnung  -
Wie wird sich das Lauencenter in das Verkehrsnetz der Stadt einfügen? Eine Antwort auf diese Frage muss der Investor des Lauencenters, die Säurich-Sassenscheidt GbR, geben - das schreibt der Städtebauliche Vertrag vor, den die Stadt im Herbst 2011 mit dem Investor geschlossen hat.
Fahrraeder2013
Damit ist der Investor verpflichtet, die verkehrsgerechte Einbindung des Einkaufszentrums in das Verkehrsnetz sicherzustellen. Wie dies erfolgreich vorgenommen werden kann, soll mit Hilfe eines Verkehrsgutachtens beantwortet werden, das derzeit vom Dresdener Ingenieurbüro IVAS erarbeitet wird.

Das Gutachten ist im Entwurf bereits Mitte März in einer gemeinsamen Sitzung von Bauausschuss und Beirat für Stadtentwicklung diskutiert worden. Parkplätze, Fahrradstellplätze, Gehwege, Lieferzonen - die Liste der zu bearbeitenden Punkte im Verkehrsgutachten Lauencenter ist lang.
Gleiches gilt für die Forderungen der Stadt an den Investor, mit dem sich die Stadt im konstruktiven Gespräch zu den zahlreichen Detailfragen befindet. Dieser hat nun die Hinweise der Stadt in das von ihm selbst finanzierte Gutachten eingearbeitet. Am Montag, dem 8. April, steht es erneut auf der Tagesordnung des Bauausschusses. Mit der Billigung des Gutachtens durch das Gremium ist dann ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Lauencenter getan. 

Mit dem Bau des Lauencenters entfallen auch etwa 13 öffentliche Stellplätze. Der Investor soll diesen Wegfall vollständig kompensieren, indem diese Plätze als Bewohnerstellplätze im Parkhaus vorgehalten werden. Diese müssen auch durchgängig nutzbar sein. Insgesamt rechnen die Planer mit einem Bedarf von 379 Stellplätzen für das Center, hinzu kommen Stellplätze als Kompensation für weggefallene Parkmöglichkeiten.
Das geplante Parkhaus muss wenigstens in Teilbereichen "rund um die Uhr" genutzt werden können - soweit es der Lärmschutz ermöglicht. Der Investor muss für eine Notfall-Lieferzone für Lastzüge im öffentlichen Raum sorgen. Das Einbiegen eines Lastzuges in die Goschwitzstraße muss möglich bleiben.

Radabstellplätze müssen in ausreichender Zahl für Kunden in Eingangsnähe gebaut werden. Der Bedarf wird auf rund 110 Fahrradstellplätze geschätzt, die Planer empfehlen jedoch 130. Fahrradständer sollen an der Bauerngasse/Ecke Äußere Lauenstraße, in der Goschwitzstraße, im Eingangsbereich an der Vogelkreuzung, aber auch in der Seminarstraße sowie am Westende des Kornmarktcenters entstehen.
In der Äußeren Lauenstraße sind auf beiden Seiten Radfahrerschutzstreifen anzulegen, das heißt auch, dass die westliche Gebäudekante um 0,65 m von den Flurstücksgrenzen eingerückt wird. Der nördliche Gehweg in der Goschwitzstraße muss nach Osten hin mindestens zwei Meter breit sein. Die Gebäudekante im Grundriss ist entsprechend anzupassen. 
Die Eingangsbereiche müssen einen barrierefreien Zugang ermöglichen. Die freie Sicht für ausfahrende Fahrzeuge aus dem Parkhaus (Sichtdreiecke) muss so gewährleistet werden, dass die Gehwege uneingeschränkt genutzt werden können. Optional ist die Ausfahrt mit einer Ampel zu regeln, die mit der Ampel an der Vogelkreuzung abgestimmt wird. Die baulichen Voraussetzungen dafür sind beim Bau des Lauencenters zu schaffen. Damit kann unter Umständen auf Probleme beim Betrieb ohne Ampel reagiert werden. An den Ampeln ist genügend Platz für Aufstell- und Bewegungsflächen zu schaffen.
Am Lauengraben muss darauf geachtet werden, dass der Gehweg so breit wie möglich gestaltet wird. Dazu ist der maximale Spielraum im Bestand auszunutzen. Beim Bau des Lauencenters soll möglichst auf Säulen im öffentlichen Verkehrsraum verzichtet werden. Auf jeden Fall muss jedoch mindestens das Lichtraumprofil eingehalten werden. Fußgängerverkehrsflächen dürfen nicht eingeschränkt werden. Das Parkhaus des Lauencenters ist in das dynamische Parkleitsystem einzubeziehen.

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