Glas FaktuellFoto Rolf Hill
Reichlich lokale und überregionale Prominenz hatte sich am Donnerstagmorgen am Eurozentrum der Stadt Jablonec nad Nisou (Gablonz) eingefunden. Anlass dafür war die Eröffnung der alljährlich in der zweiten Augustwoche stattfindenden traditionellen Glas- und Bijouteriemesse „Křehá krása – Zerbrechliche Schönheiten“, die mit großem Interesse von den Bewohner und zahlreichen Gästen verfolgt wurde.

Erneut wolle man damit an die Traditionen der bereits vor der „Samtenen Revolution“ im unweit gelegenen Museum anknüpfen, erklärte Dr. Pavel Kopácek, Vorsitzender des Verbandes der tschechischen Glas- und Bijouteriehersteller, während der Eröffnung.

Glas  FaktuellFoto Rolf Hill
Schon damals sei sie ein würdiges Gegenstück zur in Liberec (Reichenberg) veranstalteten Gewerbe- und Verbrauchermesse LVT gewesen, sagte er. Schon der im Rahmen einer medialen Kampagne veranstaltete Null-Jahrgang unter dem Motto „Zerbrechliche Schönheiten – Geschliffener Geschmack“ sei ein großer Erfolg gewesen und habe einige tausend Besucher von nah und fern, auch über die Grenzen hinweg, auf das Ausstellungsgelände gelockt. Inzwischen habe sich diese Veranstaltung zur landesweit größten und bedeutendsten auf ihrem Fachgebiet entwickelt, stellte er fest.

Wie immer ist der tschechische Verband Hauptveranstalter, dem aber seit Jahren – neben der Euroregion Neiße und der Förderung über das EU-Programm Ziel 3/Cíl 3 – mit dem Powiat Jeleniagórski (Landkreis Hirschberg) ein bewährter polnischer Partner zur Seite steht. Deren prominentester Vertreter, Landrat Jacek Włodyga, ließ es sich dann auch nicht nehmen, gemeinsam mit der Vertreterin des tschechischen Kulturministeriums und den heimischen Kommunalpolitikern das mit Perlen bestückte Band vor dem Eingang zu zerschneiden.

Glas  FaktuellFoto Rolf Hill
Die Ausstellungsstände einiger Dutzend regionaler Firmen, gemeldet waren 44, die sich gegenwärtig um die Bewahrung dieser traditionellen, für beide Seiten des Iser- und Riesengebirge typischen Branchen bemühen, wollen den Besuchern aber keineswegs nicht nur einen Einblick in ihr Schaffen gewähren. Darüber hinaus bieten 30 sowohl tschechische als auch polnische Aussteller ihre Produkte zum Kauf an. Über die reinen Präsentationen hinaus finden jeden Tag Vorführungen verschiedener Arbeitstechniken statt. Das reiche vom Glasblasen über das Quetschen von Glassteinen zu Perlen, Glasgravur und Glasmalerei, der Hinterglasmaltechnik, der Herstellung mundgeblasener Figuren bis hin zur schwarzen Bijouterie, betonte Dr. Kopácek. Es muss wohl an dieser Stelle nicht extra darauf hingewiesen werden, dass der Stand der speziell für ihr blutrotes Überfangglas berühmten Firma Egermann ganz besonders bereits am Eröffnungstag im Interesse der Besucher stand. Hier konnte man sich übrigens auch das begehrte Glas je nach Wunsch an Ort und Stelle gravieren lassen.

Glas   FaktuellFoto Rolf Hill
Umrahmt wird die bis zum Sonntag geöffnete Messe übrigens täglich mit einem ständig wechselnden Kulturprogramm auf der unmittelbar daneben gelegenen Freilichtbühne. Hier wechseln sich Musik- und Theaterdarbietungen von Künstlern der polnischen und tschechischen Seite des Riesengebirges ab – ergänzt durch hübsche Models in attraktiven Mode- und Bijouteriekreationen der Verbandsmodenschau Made in Jablones 2013.

Die Exposition im Eurozentrum ist bis Sonnabend 10 bis 18 Uhr, und am Sonntag 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Das ausführliche Programm findet man auf den Webseiten des Verbandes der Glas- und Bijouteriehersteller unter http://www.svbi.cz/

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