Grabstein Stadtchronist Techell
Die wiederentdeckte Grabanlage des Bautzener Chronisten Karl Friedrich Techell (1759 - 1846) wird jetzt restauriert.  Das freistehende Epitaph mit einer steinernen Urne wurde von der Bautzener Steinbildhauerin Anna Lange in Zusammenarbeit mit Björn Härting und Holger König von der Bildhauerei & Steinmetzwerkstatt Johannes Hase demontiert und soll in den kommenden Monaten in ihrer Werkstatt erneuert werden. Die Finanzierung der Arbeiten übernimmt die Volksbank Bautzen eG, die sich schon für die Rückholung und Restaurierung der Techellschen Chronik stark eingesetzt hatte.

Karl Friedrich Techell hatte zu Lebzeiten detailliert in 14 Bänden Bautzener Stadtgeschichte, aber auch Geschehnisse in Europa zusammengetragen und aufgeschrieben. Seine 140 Jahre verschollen geglaubte Chronik "Budissiner Annalen" war nach einer Odyssee durch die Bundesrepublik im Jahr 2012 nach Bautzen zurückgeholt worden. .

Die Grabanlage Techells galt lange Zeit als unbekannt. Im Februar 2013 hatte ein Stadtführer, der sich zugleich intensiv mit der Geschichte des Taucherfriedhofes beschäftigt, den Archivverbund Bautzen und die Volksbank Bautzen eG darauf aufmerksam gemacht.

Obwohl die Inschriften "Unter seinen vorangegangenen Lieben ruht hier Carl Friedrich Techell Bürger Ob.Äeltester der Kupferschmiede, Aeltester der großen Brüderschaft und Cassenverwalter emeritus, geboren den 6. Jan. 1759 entschlafen den 14. Jan. 1846" und "Auch Dir als Waisenvater weinen eine stille Dankesthräne viele deiner Kinder" gut erhalten sind, ist der Korpus der Steinsäule in einem schlechten Zustand und bedarf einer umfassenden Restaurierung.

Besonders erwähnenswert ist die Rückseite der Säule. Ein Relief zeigt eine knieende Person mit Buch und Stab. Auf dem Buch ist die Inschrift CHRONIK BUDISS. zu lesen, ein deutlicher Hinweis darauf, welche hohe Anerkennung Techell schon zu Lebzeiten für seine chronikalischen Aufzeichnungen entgegengebracht wurde.

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