KernUlrichPsychoGHT102013

Das Komponisten in ihrer Musik oft auch die Abgründe der menschlichen Natur vertonen, beweist das zweite Philharmonische Konzert »Psycho« ab dem 17.Oktober in der Lausitz. Als Gastsolist zeigt der amerikanische Saxophonist Elliot Daniel Riley sein Können, es dirigiert der stellvertretende Generalmusikdirektor Ulrich Kern.

Die Suite aus der Filmmusik des Thriller-Klassikers »Psycho« ist wahrscheinlich das bekannteste Werk im zweiten Philharmonischen Konzert der Neuen Lausitzer Philharmonie. Die Musik zum Hitchcook-Schocker stammt vom US-amerikanischen Komponisten Bernard Herrmann. Außergewöhnlich ist diese Filmmusik, da sie ausschließlich von einem Streichorchester gespielt wurde. Die berühmte Duschmord-Szene sollte nach Regisseur Alfred Hitchcock zuerst überhaupt keine Musik enthalten, doch Herrmanns markante »Violinschreie« überzeugten ihn vom Gegenteil und schufen einen der außergewöhnlichsten Momente der Filmgeschichte.

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In ähnlich auffällige Tonhöhen lässt der schwedische Komponist Lars-Erik Larsson sein »Konzert für Saxophon und Streicher« aufsteigen. Außerdem griff Larsson darin Rhythmen und Spieltechniken des Jazz auf. Entstanden ist ein verblüffendes Konzert, das von Solist Elliot Daniel Riley interpretiert wird.
Riley wurde 1978 in Columbus/Georgia (USA) geboren, seine Eltern waren Orchestermusiker. Er lernte Klavierspielen, sang in einem Knabenchor und gewann Liebe zum Saxophonspiel, schließlich studierte er dieses Instrument an der Florida State University. Riley kann mit allen Arten des Saxophons umgehen, sein Favorit ist jedoch das Alt-Sax, dass er auch in diesem Konzert spielen wird.

Auf besondere Weise zum Konzerttitel passt das dritte Werk des Abends, Robert Schumanns zweite Sinfonie. Schumann schrieb diese in den Jahren 1845 und 1846, in denen er unter starken Depressionen litt. Die Arbeit an der neuen Komposition war für Schumann eine Art Heilungsprozess, er selbst sagte einmal, er werde sich von der Depression befreien indem er die Werke Johann Sebastian Bachs studiere und diese zweite Sinfonie schreibe. Daher ist das Werk auch hörbar von Bach beeinflusst.

Termine:
Do., 17.10.13, 19:30 Uhr, Theater Zittau
Fr., 18.10.13, 19:30 Uhr, Theater Görlitz
Sa., 19.10.13, 19:30 Uhr, Theater Zittau
So., 20.10.13, 19:30 Uhr, Theater Kamenz
Di., 22.10.13, 19:30 Uhr, Theater Görlitz
Mi., 23.10.13, 19:30 Uhr, Lausitzhalle Hoyerswerda
Do., 24.10.13, 19:30 Uhr, Theater Bautzen

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