♦  6.000 Euro für Flutopfer -

Görlitzer OB Joachim Paulick bei Spendenübergabe nach seinem Kasseneinsatz
der Görlitzer OB Joachim Paulick und der Bautzener Oberbürgermeister Christian Schramm haben im Drogeriemarkt "dm" eine Stunde lang kassiert. Die Einnahmen wollte der Markt für Opfer der Flutkatastrophe vom 7./8. August 2010 zur Verfügung stellen. Nach einer Stunde standen in Bautzen 679,45 Euro auf dem Bon. Die Drogeriefiliale rundete den Betrag  sowohl in Bautzen als auch in Görlitz auf 3.000 Euro auf.
Bautzens OB Schramm bei seinem Kasseneinsatz für Flutopfer 
Am Donnerstag kassiert auch Zittaus Oberbürgermeister Arnd Voigt in einem Drogeriemarkt. Auch seine Einnahmen sollen gespendet werden. Die Oberbürgermeister von Görlitz, Bautzen und Zittau hatten die Landesregierung immer wieder kritisiert, dass sie die Flutopfer nicht ausreichend unterstütze.

♦  Hinweis für Görlitzer Flutopfer-
von der August-Flut betroffene Bürger und Unternehmen in den Görlitzer Stadt- und Ortsteilen sollten dringend ihre Anträge auf Spenden sowie staatliche und sonstige Geldleistungen (z.B. Soforthilfe des Freistaates Sachsen) an den Landkreis Görlitz stellen. Die Stadt hat sich im Interesse der betroffenen Bürger beim Landkreis um einen Fristaufschub bemüht und wurde bezüglich einer Entscheidung dazu an die AG „Runder Tisch“ des Landkreises Görlitz verwiesen. Momentan ist somit offen, ob der Aufschub zur Abgabe der Anträge gewährt wird.

Seitens der Stadtverwaltung Görlitz ergeht deshalb der dringende Aufruf an alle Geschädigten der August-Flut, bis spätestens 8. September die Antragstellung auf Soforthilfe des Freistaates und sonstige Zuwendungen des Landkreises Görlitz einzureichen. Die ausgefüllten Anträge nimmt die Stadt Görlitz entgegen.
Nach Bewertung durch die Stadt Görlitz erfolgt die rechtzeitige Weiterleitung an die AG „Runder Tisch“ zur endgültigen Entscheidung. Die Antragsformulare liegen in den Bürgerbüros aus bzw. sind auch über www.goerlitz.de erhältlich. Zur Beantragung von Spendenmitteln aus dem Hochwasserkonto der Stadt Görlitz gilt diese Fristbindung nicht. Das Bürgerbüro Hagenwerder befindet sich vorübergehend im 1. Obergeschoss des Gemeindezentrums Hagenwerder in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr und ist über diesen Eingang erreichbar. Öffnungszeit: jeweils mittwochs 9:45 bis 12:00 Uhr. Auch im Bürgerbüro Weinhübel und Ludwigsdorf liegen die Formulare zur Beantragung der Fluthilfe aus.

♦  Urteil in Görlitz -
wegen Anlagebetrugs hat das Landgericht Görlitz einen Investmentbanker zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Gericht folgte mit diesem Strafmaß einer Forderung der Staatsanwaltschaft. Diese hatte es als erwiesen angesehen, dass der Mann von London aus etwa 400 Anleger vor allem aus der Oberlausitz um insgesamt etwa acht Millionen Euro betrogen hat. Zum Auftakt des Prozesses hatte der 42jährige ein umfassendes Geständnis abgelegt und sich bei den Opfern seine Betrügereien entschuldigt.

♦  Verfahren ausgesetzt -
die Jugendkammer des Görlitzer Landgerichts muss das Verfahren gegen eine junge Mutter, die im Jahre 2001 ihr Baby zu Tode geschüttelt haben soll, wieder neu ansetzen. Eigentlich sollte in dem Prozess gestern das Urteil fallen. Die Angeklagte war aber nicht rechtzeitig zur Verhandlung erschienen. Die damals 19jährige wird beschuldigt, ihr drei Monate altes Kind getötet zu haben. Bereits im Jahre 2001 wurde das Verfahren mangels Beweisen eingestellt. Jetzt wird es noch einmal aufgerollt.

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