Björn Eybl

Zweifellos ein schönes Buch. Hardcover, Farbe. Wer die Neue Medizin bereits kennt, der sollte sich Björn Eybls Buch unbedingt in den Bücherschrank stellen. Es ist groß, bunt und dekorativ. Und ganz sicher ist es gut gemeint.

Wer lieber glaubt, statt zu wissen, der wird bei Eybl auch gut bedient. Denn den Glauben stellt Eybl in seinen Ausführungen an eine exponierte Position. Da fühlt er sich offenbar zuhause.  In seinem Therapie-Kapitel  steht unter 1.Schritt:  
„Im Stillen oder laut um geistige Hilfe für die Lösung des Konflikts bzw. um Hilfe für den Patienten bitten. Die Verbindung mit Gott herstellen.“

Da wundert es den Leser auch nicht, wenn der Autor auf Seite 45 Rückführung (Regressionstherapie) und Reinkarnation auf eine Ebene stellt. Gerade mit einem Komma getrennt, obwohl beide nichts miteinander zu tun haben. Regressionstherapie ist nunmal nicht mehr als Erinnerungen zu wecken. Erinnerungen an das eigene Leben und die Konfliktauslöser. Reinkarnation ist Esoterik. Bestenfalls.

Wenn Eybl auf der gleichen Seite versucht aus 100 Tage Herzinfarkt  von Christopher Ray zu zitieren, dann wird es peinlich. Im Original steht „Eindeutig ein Mädchen“. Bei Eybl wird daraus ein Bruder. Das ist so falsch, wie Eybls Feststellung zur Infarktserie von Ray: „…die hat er mit Glück überlebt.“ Anscheinend hat er das Buch nicht gelesen. Die Frage, wie es mit anderen Zitaten in diesem Buch aussieht, mag sich jeder selbst beantworten. Ich habe das nicht überprüft.

Fazit: Ein schönes Buch. Wer die Neue Medizin kennt, der sollte es sich zur Dekoration in seinen Bücherschrank stellen. Bevor man es dort hervorholt sollte man sich noch einmal daran erinnern, dass Hamers Neue Medizin auf einem naturwissenschaftlichen Fundament steht, (siehe Professor H.U. Niemitz) und Hamer dafür keine Glaubensfragen oder gar Religionen benötigt oder propagiert.

 

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