DavidMuennich 

 Das System sei eigentlich zu komplex um es für alle leicht verständlich zu machen, meint David Münnich im Vorwort seines Buches und widerlegt sich zugleich selbst. Er vergleicht die Anwendung des Systems mit der Mathematik und tatsächlich erinnert seine Herangehensweise daran. Bereits wer die Grundrechenarten verstanden hat, kann darauf aufbauend die komplexeren Gleichungen entwickeln und anwenden.

Das "System der 5 biologischen Naturgesetze" unterscheidet sich insofern grundsätzlich von allen anderen Büchern zum Thema. Es verzichtet auf geschichtliche Hintergründe, die Dr. Ryke Geerd Hamer betreffen. Es vermeidet nicht zufällig den Begriff Medizin, mit welchem Zusatz auch immer. Wie Münnich selbst schreibt, stellt er die Vorgänge als biologisch neutrale Vorgänge dar und macht sie dadurch verstehbar.

Tatsächlich gelingt es ihm, dem Leser einen "Generalschlüssel", wie er ihn nennt, an die Hand zu geben, um  damit selbständig Türen zu öffnen. Damit überspringt er die Einführungsphase und wendet sich gleich an den mit dem Thema schon etwas vertrauteren Interessierten. In dieser Hinsicht dürfte das Buch für Neulinge etwas schwerer zu verstehen sein. Für alle anderen bedeutet es mehr Klarheit, die Möglichkeit, Rückschlüsse zu ziehen und Ursachen zu ermitteln.

Therapien wird man in diesem Buch vergeblich suchen, dafür aber dann doch schließlich einige Beispiele, die das Thema anschaulicher machen. Trockene Theorie muss der Leser nicht befürchten. Das Thema ist logisch aufgebaut und lebendig geschrieben - wenn es auch durchaus etwas sorgfältiger lektoriert hätte sein dürfen. Dazu kommen gelungene Grafiken, die die Zusammenhänge zusätzlich veranschaulichen. Es ist eine spannende Fortsetzung des Themas, das sich bisher gegen den Mainstream aus Politik, Meinung, Glauben oder Heilsuche durchsetzen musste und inzwischen dank der zunehmenden wissenschaftlichen Beschäftigung mit den fünf biologischen Naturgesetzen diese Beeinträchtigungen weitgehend ignorieren kann.

Dass David Münnich noch dem Glauben an Rudel-Hierarchien anhängt, eine These, die inzwischen selbst von Wolfsforschern verworfen wurde - dieser kleine Makel im Perfektionismus lässt das Gesamtwerk nur umso stärker wirken. Und dass auch die rein mathematische Betrachtung letztlich Raum für Emotionen lässt, machen den Autor und sein Buch noch ein Stück verstehbarer. Dann nämlich, wenn David Münnich von einer eigenen Erfahrung berichtet, die ihm Hamer persönlich eingebrockt hat, und er zum Schluss lediglich lakonisch meint: "Danke, Dr. Hamer!".

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