Voggenhuber Botschafter Der Unsichtbaren Welt   Der Tod ängstigt die Menschen vor allem der westlichen Welt. Vermutlich, weil sie ihn kaum zu Gesicht bekommen. Ganz selten, wenn ein Verwandter stirbt. Doch selbst dann wird der Tote geschminkt, um den Anblick des Todes zu mildern.
Haustiere lässt man vom Arzt einschläfern, weil man nicht erträgt, sie sterben zu sehen. In Hong Kong, wo das Streben nach materiellen Werten einen weltweiten Höhepunkt darstellt, versorgt man seine Toten selbst nach deren Hinscheiden mit Geld, Schmuck, Nahrung, Alkohol, Luxusgütern. Es ist fast grotesk, wie Menschen den Tod zu vermeiden suchen, ihn einfach negieren.
Und dann kommt so ein junger Schweizer - Pascal Voggenhuber - und schreibt Bücher darüber, wie man mit den Toten Kontakt aufnehmen kann. Wie er sie sieht, mit ihnen spricht, welchen Nutzen das für die Lebenden haben kann. Welch ein Trost! Die Toten sind gar nicht tot. Jedenfalls irgendwie.

Das ist die Botschaft aus der unsichtbaren Welt, wie Voggenhuber sie nennt. Und es ist zugleich kaum mehr. Auch wenn der Schweizer, der dieses Talent hat, versucht, uns auf 254 Seiten vom Gegenteil zu überzeugen. Es ist auch nicht weniger. Trost ist oft genug etwas, das wir uns schmerzlich wünschen. Tatsächlich kann es etwas sehr Tröstendes haben, wenn man nahe Verwandte sieht, vielleicht mit ihnen kommunizieren kann. Insofern ist dieses Buch nicht nur interessant, sondern mit Sicherheit bis zu einem gewissen Grad wichtig für viele Menschen. Das ist mehr, als man von den meisten Büchern sagen kann.

 

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