Tolle Unser Bewusstsein öffnen"Die Buddhisten nennen es Leere. Du sprichst von Stille. Meinst du dasselbe?" Eckhart Tolle schweigt, schaut in die Runde und sagt: "Ja." Dann legt er das Blatt mit der Frage unter dem Gelächter seiner Zuhörer beiseite und fügt hinzu: "Das war eine der leichten Fragen."
Eckhart Tolle - gerade 65 Jahre alt geworden, hundertprozentig charismafrei, wie es jemand einmal ausdrückte und jungenhaft schmunzelnd, wenn er so etwas tut - hat einen Humor, der ihm sämtliche Herzen öffnet. Bei diesem Seminar 2001 in Kalifornien spricht er wie immer über Bewusstsein, das Jetzt, die Gegenwärtigkeit, das Leiden durch das Ego, die wahre Intelligenz durch das Nicht-Denken, beantwortet sehr praktische Fragen aus dem Publikum.

Wer seine Bücher und Vorträge kennt, weiß das alles bereits. Doch es geht nicht ums Wissen, es geht um das Begreifen. Das fällt leichter, wenn man Tolle zuhört, ihn ansieht, ihn beobachtet, sich ganz auf ihn einlässt. Der Mann, der als einer der bedeutendsten spirituellen Lehrer bezeichnet wird und sich in keiner Weise damit identifiziert - "Mag sein, dass ich das bin, wenn ich hier auf der Bühne einen Vortrag halte. Sobald ich aber die Bühne verlasse, bin ich das nicht mehr. Wenn ich das glaube, erliege ich einer Illusion." - hat die Kraft, seinen inneren Frieden, seine Gelassenheit und seine Zuversicht direkt zu vermitteln. Und er tut es. Zum Glück.

 

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