DickValisZugegeben, in den Jahren ab Ubik ist Philip K. Dick schwieriger geworden. Schon Ubik hat seine Freunde und Leser gespalten. Die Geschichte um die Geschichte, die mit jeweils einem Spot zum Kapitel angedeutet wurde, hätte ihm früher genügt, um eine wirklich starke Story zu schreiben.

"Warum schreibt er die Geschichte nicht?", haben wir uns gefragt. Clark Darlton, alias Walter Ernsting, der mich damals intensiv bei der Science Fiction Corner unterstützte, und auch über eine lange Erfahrung als Herausgeber verfügte, meinte " Phil ist blind für seine eigenen Möglichkeiten geworden. Auf dem Weg zum Burn-Out." Tatsächlich hatte er das Gold liegengelassen, und den Müll sortiert. Ubik eben.

Die Valis-Trilogie ist die Fortführung dieser "Technik". Bis auf den dritten Teil, der eine ganz passable SF-Storie geworden ist. Nichts überragendes, aber für SF-Fans akzeptabel. Während die Originalität der ersten Teile sich darin erschöpft, dass er dort selbst als Horselover Fat auftritt. Ein fast originelles Wortspiel.

Später, relativ kurz vor seinem Tod, wollte Dick Valis als das Resultat einer persönlichen Erscheinung verkaufen. In seinem Nachlass wurde ein mehr als 8000 Seiten starkes Tagebuch zu diesem Thema gefunden. Joachim Körber hat 2002 etwa 500 Seiten Konzentrat auf Deutsch herausgegeben. Titel: Auf der Suche nach Valis.
Wenn es einen Grund gibt, sich die Valis-Trilogie als Leser anzutun, dann kann der nur eine ausgeprägte Affinität zu Philip K. Dick, oder allenfalls Neugier heißen. Gut, Sammler seines Gesamtwerkes werden es sich in den Schrank stellen wollen. Ob sie es allerdings auch lesen, auch nach 50 Seiten, das bleibt fraglich.

Philip K. Dick * Die Valis-Trilogie

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