Der Geist des Zen"Ich weiß nicht, was Erleuchtung ist", singt Van Morrison in einem seiner Songs. Die meisten Menschen sind sich in dieser Hinsicht mit ihm einig. Mancher, der einen guten Zugang zur feinstofflichen Welt hat, gilt bereits als erleuchtet. Weil er Kontakt zu Engeln, Dämonen, zu Verstorbenen oder anderen Seelen hat.


In der Welt des Abendlandes, in der seit Jahrhunderten eine materialistische Sichtweise als alleingültig vermittelt und angenommen wird, mag so etwas tatsächlich bereits irgendwie erleuchtet wirken.


Oder auch als verrückt - je nach Betrachtungsweise. Wer sich jedoch näher für Erleuchtung interessiert, sollte sich mit den Sprüchen von Huang-po auseinandersetzen.

Da heißt es unter anderem: "Könnte der gewöhnliche Mensch, wenn er im Sterben liegt, nur die fünf Elemente des Bewusstseins als leer erkennen und ganz erfassen, dass die vier physischen Elemente nicht ein 'Ich' bilden, dass der wahre Geist ohne Form ist und weder kommt noch geht, dass sein Wesen weder mit der Geburt beginnt noch mit dem Tod vergeht, sondern ganzheitlich und unbeweglich in seinen Tiefen ist, und dass der Geist eins ist mit den Erscheinungen der Umwelt, dann würde er blitzartig Erleuchtung erlangen. Er würde nicht mehr in die dreifache Welt verstrickt sein. Er wrde die Welt übersteigen und nicht mehr die geringste  Neigung zur Wiedergeburt besitzen."

Liest man die Worte des Huang-po, die einer seiner Schüler aufgeschrieben hat, kann man vermuten, dass Huang-po tatsächlich aus dem Rad der Reinkarnationen ausgestiegen ist. Der Zen-Meister, der um 850 herum gestorben ist, vermittelt auf sehr lebensnahe und verständliche Weise die Lehre vom Einen Geist.

Seine Erklärungen richteten sich an Schüler, die trotz aller Erleuchtungsbestrebungen in diesem materialistischen Leben verhaftet waren. Und so sind sie nicht theoretisch, nicht abgehoben, dank verschiedener Gleichnisse und Beispiele sind sie schnell begreifbar und berühren den Leser tief innen.

Huang-po hat das Wissen, das im 20. Jahrhundert über den "Kurs in Wundern" vermittelt wurde, bereits tausend Jahre zuvor sowohl gekannt und gelebt als auch vermittelt. Wenn man bedenkt wieviele tausend Schüler er hatte, muss man sich fragen wie es das Abendland geschafft hat, das Wissen aus dem fernen Osten so viele Jahrhunderte von sich fernzuhalten. Egal wie - letztlich hat uns die Weisheit dennoch erreicht. Unter anderem in Form dieses Buches - ein Kleinod der Erkenntnis.

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