LutzWeidlich

"Eigentlich hatte ich gar nicht vor, ein solches Buch zu schreiben. Mein Ziel ist es nach wie vor, per Mikrofon und Lautsprecher die frühen wegweisenden Leistungen genialer Konstrukteure des Motorsports und die Umsetzung dieser oftmals hochkarätigen Technik auf der Rennstrecke durch mutige und fahrerisch begabte Piloten zu würdigen." - Lutz Weidlich

Es ist eine nahezu unendliche Fülle von Erlebnissen und Eindrücken, die der 73-jährige Leipziger Lutz Weidlich als begeisterter Knabe, späterer Motorjournalist, Rennfahrer und vor allem als Stadion- und Streckensprecher in über 60 Jahren zwischen Fahrerlager, Start und Ziel an zahlreichen Rennstrecken sammeln konnte.

Und, um es vorweg zu nehmen, das macht er auch noch heute. Kein Wunder also, dass er seit längerer Zeit immer wieder von Freunden, Verwandten, Bekannten und alten Mitstreitern dazu aufgefordert wurde, all das, von dem er immer wieder begeistert berichtete, einmal festzuhalten. Eine nicht geringe Rolle spielte dabei seine langjährige Bekanntschaft und Freundschaft zum Chemnitzer Verleger Hendrik Nöbel. So ist es selbstverständlich nicht verwunderlich, dass dieses nun vorliegende, außerordentlich gelungene Buch - eben unter dem Titel "Zwischen Fahrerlager, Start und Ziel" - in dessen Verlag "Top Speed" erschien.

Was da gerade noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest in den Buchhandel kam, ist fast so etwas wie ein "Muss" für alle, die in irgendeiner Weise mit Benzin, Auspuffgasen und dem Knattern der Motoren infiziert sind. Selbstverständlich gilt das in erster Linie für jene, die im Laufe ihres Lebens irgendwann vom Rennbazillus erfasst wurden. Aber natürlich ist der Kreis derer, die sich über ein solches einmaliges Geschenk auf dem Gabentisch freuen dürften, weitaus größer. Das zeigte auch das Interesse der Motorsportfreunde aus Nah und Fern bei der Präsentation des Buches in Zittau, zumal nicht nur der Autor selbst, sondern auch sein Verleger anwesend waren.Weidlich

"Ich hatte von Anfang an nicht geplant, eine Art Nachschlagewerk zu schreiben", betonte Lutz Weidlich. "Vielmehr ging es tatsächlich darum, dem Leser das nahezubringen, was ich selbst erlebt habe - mit all den Höhen und Tiefen." Es gab beides. Daran war unter anderem auch Schuld, dass er doch manchmal als Sprecher über das Ziel hinausgeschossen sei, schmunzelte er. Aber das habe ihn ja vor allem bei den Zuschauern so beliebt gemacht. Nicht so bei manchem der "fairen" Sportfunktionäre und den Herrn im Hintergrund zu DDR-Zeiten. Bestes Beispiel dafür war wohl das denkwürdige Jahr 1971. Für Lutz Weidlich steht es unter dem Motto: "Erst gefeiert, dann gefeuert." Es ging um den Sachsenring-Grand-Prix, den vorletzten mit Weltmeisterschaftsstatus, für die Fans noch heute das Jahrhundertrennen. Held des Tages: Dieter Braun. Dazu der damalige Stadionsprecher: "Sieger dieses Superrennens, Weltmeisterschaftslauf der Klasse bis 250 ccm, wurde Dieter Braun aus der Bundesrepublik Deutschland. Wir alle gratulieren ihm ganz herzlich zu diesem großartig erkämpften Sieg."

Saublöd sei er sich vorgekommen, als er die Nationalhymne der BRD ankündigen musste. Zwar habe er versucht, diesen Part ohne jedes Gefühl in der Stimmer herunterzuleiern, aber vielleicht habe doch einer der Polit-Oberen gemerkt, dass er sich über diesen Sieg ebenso freute, wie die euphorisch jubelnden Zuschauer. Wahrscheinlich war denen auch schon das Wort "herzlich" bei der Gratulation sauer aufgestoßen. Das Ganze endete schließlich damit, dass er selbst ab 1972 auf dem Sachsenring Sprechverbot hatte und Rennleiter Hans Zacharias ebenfalls von dieser Funktion entbunden wurde.

Aber natürlich enthält das Buch auch schöne und lustigere Episoden, besonders im abschließenden Kapitel. Bestechend sind auch die sprachlich klaren Formulierungen im Text. Er habe ganz bewusst auf die Verwendung von Anglizismen verzichtet, wo das möglich war, betonte Weidlich bei der Präsentation.

Es würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen, wollte man bezüglich des Inhalts weiter in die Tiefe gehen. Das Interesse der Leser dürfte wohl auch so schon geweckt worden sein. Allerdings solle ein paar Worte zur Verbundenheit des Autors zu Zittau und der Oberlausitzer Motorsportszene nicht fehlen.

Motorsportexperte und Autor Jürgen Kießlich holte Lutz Weidlich Ende der 90-er Jahre als Streckensprecher zum wiederbelebten Bergrennen nach Lückendorf. Bereits seit 1997 war er wieder als Streckenkommentator beim ADMV Classik Cup eingestiegen. In Lückendorf traf er dann schließlich den unvergessenen ehemaligen Chef-Sportkommissar des ADMV Albert Gärtner vom MC Robur Zittau wieder. Diesem unermüdlichen Mann, dessen Umsicht und Initiative sei es in erster Linie zu danken, dass man in der DDR bis zu deren Ende überhaupt Motorrennsport betreiben konnte, betont er noch heute.

Und ein neues Oberlausitz-Kapitel begann für Weidlich als Streckensprecher bei der Premiere des "Oberlausitzer Dreieck" am 14. und 15. September dieses Jahres. In gewohnter Manier belebte er das Geschehen mit seinen gut fundierten Reportagen, immer wieder untermalt mit hörenswerten Histörchen - eben so, wie ihn alle schon lange kennen. Es ist stets eine Freude, ihm zuzuhören, wenn er in seinem Gedächtnis gespeicherte Tausende Erinnerungen abruft und mit dem Geschehen auf der Piste kombiniert.

Titel: "Zwischen Fahrerlager, Start und Ziel"
Autor: Lutz Weidlich
Herausgeber: HB-Werbung und Verlag GmbH & Co. KG
ISBN: 978-3-00-042287

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Kommentare   

 
0 #1 GrüßeHofmann,Jürgen 2014-07-25 22:05
Hallo Lutz !Ich werde dieses Jahr nicht in Zschorlau Teilnehmen ich hatte eine Schulter OP und möchte etwas pausieren und hoffe für Verständnis. Ich hoffe 2015 wieder an den Start zu gehen !Ich werde aber am Sonntag in Zschorlau sein, ich wünsche euch eine Unfallfrei Veranstaltung und viel Motorsortlichen Spaß In diesen Sinne mein alter Freund lg Jürgen Hofmann Grüß alle von mir die mich kennen und mögen :lol:
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