Zittaubuch20092010Wer bewusst mit offenen Augen durch unsere Heimatstadt Zittau geht - egal zu welcher Jahreszeit - und sich daran erfreut, dass ihm nicht nur entlang des Grünen Ringes, der in den Jahren nach 1820 vom ehemaligen Gärtnerburschen des Geheimen Rates und Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethes, Joachim Friedrich Zischling, angelegt wurde, sondern auch in der Innenstadt eine bunte Blütenpracht begegnet, hat unweigerlich des Wunsch, diese Schönheiten im Bild festzuhalten.

 
Doch auch die erfreulichen Veränderungen an den Gebäuden, besonders im historischen Stadtkern, verdienen es, auf diese Weise dokumentiert zu werden. Der Zittauer Fotograf Frank Winkler hat beides das getan. Was dabei entstanden ist, liegt seit April in Form des repräsentativen Bildbandes "Zittauer Stadtwanderung" in den einschlägigen Verkaufsstellen des regionalen Buchhandels vor.

Das Urteil der Kunden: "Das kann sich sehen lassen!". Inzwischen sind zahlreiche Exemplare des Buches aus dem aktuellen Angebot des Oberlausitzer Verlages Frank Nürnberger nicht nur in den Bücherschränken von Familienangehörigen und Freunde hierzulande gewandert, sondern auch zu denen, die warum auch immer die Oberlausitz verlassen haben, mit dieser aber im Herzen und durch die eigenen Wurzeln noch immer fest verbunden sind. Besucher der Großen Kreisstadt aus allen deutschen Bundesländern sind ebenfalls von einer solchen geschmack- und niveauvollen bleibenden Erinnerung an ihren Aufenthalt im Dreiländereck begeistert.

Wie bereits der Titel verrät, wird der Leser oder Betrachter von den beiden Autoren, für den Text zeichnet Verleger Frank Nürnberger selbst verantwortlich, zu einem Spaziergang entlang der bekanntesten, interessantesten, geschichtsträchtigsten oder auch einfach schönsten Fleckchen Zittaus eingeladen. 24 sorgfältig ausgewählte Stationen stehen auf dem Programm.

"Natürlich fiel mir die Auswahl der Fotos nicht leicht", erzählt Frank Winkler. Die sei ja einerseits durch die Route des Stadtspaziergangs und deren Abzweigungen vorgegeben gewesen. Allerdings habe er dann beim Fotografieren immer wieder neue Motive gesucht und gefunden, die es wert gewesen seien, ebenfalls in den Bildband aufgenommen zu werden. So überstieg erwartungsgemäß am Ende sein Angebot die vom Verleger vorgegebene Kapazität beträchtlich. Aber, so sagt er, man habe natürlich eine gute Lösung gefunden.

Nach einem vernünftig bemessenen historischen Abriss kann die Wanderung beginnen. Bereits am Start und Ziel, im Rathaus und dessen unmittelbarer Umgebung, also Marktplatz, Rathausplatz und Johanniskirche, gibt es genug interessante Dinge und Details zu sehen. Weiter geht es über den Klosterplatz, die Städtischen Museen mit Heffterbau und der Kirche zum Heiligen Kreuz, wo schon die berühmten Fastentücher warten.

Man verweilt unter der Platane an der Krokuswiese und an anderen Stellen des bereits erwähnten Grünen Stadtrings, bummelt über die Neustadt mit ihren drei Brunnen und darf natürlich auch nicht versäumen, dem dominanten Salzhaus einen Besuch abzustatten. Es würde wohl zu weit führen, wollte man an dieser Stelle all die für uns Zittauer und auch für die Gäste unserer Stadt interessanten Stationen noch einmal im Detail beschreiben. Man sollte einfach beides tun, nämlich sich sowohl die Stadt anschauen, als auch dieses Buch. Egal in welcher Reihenfolgen, denn es lohnt sich in jedem Fall.

Von der Liebe zur Heimat kündet übrigens nicht nur dieser neueste Band aus dem Spitzkunnersdorfer Verlag. Rund 200 Editionen bereicherten seit dessen Gründung vor 20 Jahren das vor allem den Interessenten solcher Regionalliteratur ansprechende Angebot. Etwa 20 weitere Neuerscheinungen sollen im Laufe dieses Jahres hinzu kommen. Man kann also gespannt sein.

 

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Zittauer Stadtwanderung  * ISBN: 978-3-941908-10-9

Autoren: Fotos Frank Winkler, Text Frank Nürnberger
Oberlausitzer Verlag Frank Nürnberger Spitzkunnersdorf

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