Franziska Steinhauer  - GurkensaatEin Novemberabend in der Lausitz. Der sechsjährige Maurice liegt tot im Arbeitszimmer seines Großvaters, des Spreewälder Gurkenkönigs. Er wurde mit einem Gewehr aus dem Arsenal des Großvaters erschossen. Kommissar Peter Nachtigall soll den Fall klären. Später gibt es noch einen Toten - diesmal einen Naturschützer, der sich für die Lausitzer Wölfe eingesetzt hat.

Franziska Steinhauer hat einen Bonus: Sie ist Lausitzerin und ihre Krimis spielen hier. In diesem Fall im Spreewald. Die Handlung ist schlüssig, der Täter nicht gleich erkennbar, das Buch flüssig geschrieben. Dabei greift sie allerdings nicht nur in der Handlung immer wieder auf Klischees zurück. Auch in der Sprache kann sie sich ihnen oft nicht entziehen. Das macht das Lesen wesentlich weniger vergnüglich als es sein könnte.

Dazu kommen auch einige Ungenauigkeiten bezüglich der Lausitzer Wölfe, was dem normalen Leser sicher völlig egal ist. Doch hier wird der Ortsbonus zum Nachteil. Die Lausitzer Wölfe wurden eben nicht wieder angesiedelt. Sie haben sich selbst die Lausitz als neue Heimat ausgesucht. Wie man es dreht und wendet - der Krimi ist nicht unbedingt ein Höhepunkt in der Krimiliteratur, allerdings durchaus lesbar. Und die fast echt wirkenden Gurken auf dem Cover sind auf jeden Fall ein Appetitanreger.

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Franziska Steinhauer: Gurkensaat - Peter Nachtigalls sechster Fall
 

 

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