Greg Iles - Bisswunden - HoerbuchEin Mordfall zu dem Catherine Ferry gerufen wird, lässt sie ohnmächtig zusammenbrechen. Das Mordopfer weist Bissspuren auf, Ferry ist Odontologin und soll den Fall aufklären helfen.  Dabei stößt sie auf eigene verdrängte Kindheitserlebnisse, die möglicherweise mit sexuellem Missbrauch zu tun haben.

Bei der Konstruktion der Geschichte übertreibt Iles maßlos. Die 30jährige Koryphäe ist Alkoholikerin und schwanger von einem verheirateten Mann. Ihr Vater wurde erschossen, als sie ein Kind war und ihr Großvater, Oberhaupt einer Südstaatendynastie und Freund des Präsidenten, mausert sich schnell zum Hauptverdächtigen.

 

Klischee wird hier an Klischee gereiht, so sehr schwarz-weiß gemalt, dass einem bei diesem Kontrast die Augen weh tun könnten und letztlich die Geschichte nicht nur leicht vorhersehbar, sondern schon ärgerlich dümmlich wird. Als Persiflage hätte "Bisswunden" Kultpotential. Zumal die Sprecherin Melanie Pukaß das Ganze auf die Spitze treibt, indem sie versucht, jeder Gestalt eine eigene Stimme zu geben. Handelt es sich bei der Gestalt um einen ausgewachsenen Mann um die 30 klingt so etwas fast schon wie Comedy. Doch leider ist es absolut ernst gemeint.

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Greg Iles:  Bisswunden Hörbuch

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